Altmaier für Rechtsanspruch beim Bundesfreiwilligendienst

Altmaier für Rechtsanspruch beim Bundesfreiwilligendienst

In der Debatte um eine allgemeine Dienstpflicht fordert Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) einen Rechtsanspruch beim Bundesfreiwilligendienst. "Gerade junge Leute verspüren den Wunsch, nach Ausbildung oder Abitur ein freiwilliges soziales Jahr zu leisten", sagte Altmaier der "Bild am Sonntag". Das sei eine positive Entwicklung.

"Wir sollten jedem jungen Menschen, der dies tun möchte, per Rechtsanspruch einen Platz garantieren, stärker dafür werben und geleistete Dienste gesellschaftlich anerkennen", forderte Altmaier. In der Union waren zuletzt Forderungen nach einer Wiedereinführung der Wehrpflicht oder der Schaffung einer allgemeinen Dienstpflicht laut geworden.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) lehnte ein verpflichtendes soziales Dienstjahr für junge Menschen ab. Es sei zwar richtig, wenn junge Menschen der Gemeinschaft etwas gäben und die Gemeinschaft dadurch gefördert werde, sagte Bouffier der "Süddeutschen Zeitung" vom Samstag. Es sei aber deutlich besser, wenn junge Männer und Frauen dazu motiviert seien, anstatt sie per Gesetz dazu zu verpflichten.

"Viel besser ist es doch, die Dienste attraktiver zu machen, so dass möglichst viele mitmachen", sagte der CDU-Politiker. "Wie kann man beiden Seiten etwas bieten, den Jungen und der Gemeinschaft? So dass für die Jungen nicht nur Work and Travel in Australien interessant ist." In der Union waren zuletzt Forderungen nach einer Wiedereinführung der Wehrpflicht oder der Schaffung einer allgemeinen Dienstpflicht laut geworden.

Auch die SPD-Vizevorsitzende Natascha Kohnen sprach sich dafür aus, die bestehenden frewilligen Dienste zu stärken. Junge Menschen müssten nachhaltig für soziale Berufe begeistert werden. "Das kann schon in der Schule losgehen wie in anderen Ländern, wo die Kinder soziale Punkte sammeln", sagte Kohnen der "B.Z. am Sonntag". "Da müssen wir ganz neue Ideen entwickeln."