Alternativer Nobelpreis ehrt Kämpfer für Menschenrechte

Der indische Menschenrechtsanwalt Colin Gonsalves erhielt den alternativen Nobelpreis 2017. Foto: Aayush Goel/Human Rights Law Network/The Right Livelihood Award

Der Alternative Nobelpreis zeichnet die aus, die bei den offiziellen Nobelpreisen oft durchs Raster fallen. Kämpfer für Menschenrechte, Umweltschutz und Frieden mit weniger Lobby.

Stockholm (dpa) - Der Alternative Nobelpreis ehrt in diesem Jahr unermüdliche Kämpfer für die Schwächsten in der Gesellschaft. Der indische Menschenrechtsanwalt Colin Gonsalves bekommt den Preis, weil er seit drei Jahrzehnten moderne Sklaven, Slumbewohner, Frauen und Arme verteidigt.

Sein Menschenrechtsnetzwerk HRLN erstritt unter anderem ein «Recht auf Nahrung», was das Leben von 400 Millionen Menschen verbesserte, wie die Right Livelihood Award Stiftung in Stockholm mitteilte.

Die mit je rund 105.000 Euro dotierte Auszeichnung geht zudem an die Äthiopierin Yetnebersh Nigussie für ihr Engagement für Menschen mit Behinderung in Afrika und weltweit. Die investigative Journalistin Khadija Ismayilova aus Aserbaidschan bekommt den Preis für ihre mutige Aufdeckung von Korruption auf höchster Regierungsebene, die sie auch ins Gefängnis brachte.

Den undotierten Ehrenpreis erhält der amerikanische Umweltrechtler Robert Bilott, der in einem 19 Jahre dauernden Rechtsstreit 70.000 Anwohner vertrat, deren Trinkwasser chemisch verseucht worden war.

Die Alternativen Nobelpreise werden seit 1980 in kritischer Distanz zu den traditionellen Nobelpreisen an Kämpfer für Menschenrechte, Umweltschutz und Frieden vergeben.

Den Alternativen Nobelpreis bekommen Kämpfer für Menschenrechte, Umweltschutz und Frieden. Die Auszeichnung, die auch Right Livelihood Award («Preis für die richtige Lebensführung») heißt, wird seit 1980 in kritischer Distanz zu den traditionellen Nobelpreisen vergeben. Initiiert wurde der aus privaten Spenden finanzierte Preis vom deutsch-schwedischen Publizisten Jakob von Uexküll.