Alte Aktien - kein frisches Geld

Der Streamingdienst Spotify wagt den Gang aufs Börsenparkett. Unter dem Kürzel "SPOT" wird das schwedische Unternehmen an der New Yorker Börse gelistet. Dabei wählt Spotify ein ungewöhnliches Verfahren, nämlich die Direktplatzierung (Direct Public Offering, DPO). Das Unternehmen gibt also keine neuen Aktien aus, sondern platziert bestehende Anteile an der Börse. Somit sammelt Spotify auch kein frisches Geld ein.

Durch das Verfahren sollen die Gründer und Investoren des Streamingdienstes die Kontrolle behalten. Außerdem sollen Kosten für die Beteiligung von Banken an der Emission vermieden werden. Die Firma hält nichts von großem Pomp - so stellte Firmenchef und Gründer Daniel Ek klar, dass niemand zum Börsenstart die Glocke läuten oder Partys feiern werde, er selbst werde auch keine Interviews geben.

Aus den bei der US-Börsenaufsicht (SEC) eingereichten Dokumenten ging kürzlich hervor, dass Spotify den Wert des Unternehmens auf 23,4 Milliarden Dollar (gut 19 Milliarden Euro) schätzt. Der Streamingdienst erklärte Anfang März, es würden Aktien im Wert von bis zu einer Milliarde Dollar in Umlauf gebracht. Diese Angabe sei aber nur ein Richtwert, um die regulatorischen Vorgaben zu erfüllen. Der Aktienkurs dürfte sich erst im Laufe des Handelstags einpendeln.