Alpine-Umstrukturierung: Budkowski als Teamchef, Verstärkung aus MotoGP?

Ruben Zimmermann
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In Enstone stehen in diesem Jahr einige Veränderungen an. Das Team, das in den vergangenen Jahren als Renault an den Start ging, wird ab 2021 den Namen Alpine tragen. Dazu kehrt mit Fernando Alonso ein zweimaliger Weltmeister zurück, um Daniel Ricciardo zu ersetzen. Und auch auf der Managementebene stehen Veränderungen an.

Bereits seit dem vergangenen Herbst gibt es Gerüchte darüber, dass Cyril Abiteboul als Teamchef abgelöst werden könnte, um innerhalb des Unternehmens eine andere Position einzunehmen. Der Franzose könnte in diesem Szenario durch Team-Geschäftsführer Marcin Budkowski ersetzt werden. Der Pole wechselte 2018 von der FIA zu Renault.

Nun ist ein weiterer Name aufgetaucht, der in diesem Puzzlespiel ebenfalls eine Rolle spielen könnte: Davide Brivio. Der Italiener ist in der Formel 1 ein unbeschriebenes Blatt, feierte dafür in der MotoGP allerdings bereits große Erfolge. In der Vergangenheit war er dort mit Yamaha erfolgreich, 2020 führte er Suzuki zum ersten WM-Titel seit 20 Jahren.

Brivio hat seinen Abschied von Suzuki am Donnerstag bereits offiziell bestätigt. "Es tat sich plötzlich eine neue berufliche Herausforderung und Chance auf und ich entschloss mich schlussendlich, sie anzunehmen", begründet er seine Entscheidung, ohne dabei allerdings ins Detail zu gehen.

Es sei für ihn "eine schwierige Entscheidung" gewesen, Suzuki zu verlassen. "Gleichzeitig habe ich sehr große Motivation, was diese neue Herausforderung angeht. Das war ausschlaggebend, als ich mich entscheiden musste, ob ich meinen Vertrag mit Suzuki verlängere oder ob ich mich auf eine komplett neue Erfahrung einlasse", so Brivio.

Quellen besagen, dass Brivio bei Alpine eine Geschäftsführer-Rolle übernehmen könnte. Offiziell ist das allerdings noch nicht. Auf Nachfrage von 'motorsport.com' möchte sich Renault nicht zu den Gerüchten äußern. Bereits im vergangenen Jahr deutete man in Enstone allerdings an, dass es weitere Umstrukturierungen geben könnte.

So gab Abiteboul selbst im Herbst 2020 lediglich eine Garantie dafür ab, dass er bis Ende des Jahres Teamchef bleiben werde. Die weitere Zukunft ließ er bewusst offen. Renault-Chef Luca de Meo erklärt in diesem Zusammenhang, dass Abiteboul auch in Zukunft "ein Teil der Geschichte" sein werde. Die genaue Rolle ließ er dabei jedoch ebenfalls offen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.