Alphabet übertrifft Erwartungen – die Zahlen in der Blitzanalyse


Google-Mutter Alphabet hat die Geschäftszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt. Das fällt auf:

  • Umsatz 1. Quartal Geschäftsjahr 2018: 31,15 Milliarden Dollar (plus 26 Prozent im Vorjahresvergleich)
  • Gewinn im Quartal: 9,4 Milliarden Dollar oder 13,33 Dollar pro Aktie (plus 73 Prozent)
  • Das Ergebnis lag über den Erwartungen der Analysten.
  • Thomson Reuters hatte nur einen Umsatzsprung von 22 Prozent auf 30,3 Milliarden Dollar vorausgesagt
  • Bei der Gewinnsteigerung hatten Analysten nur ein Plus von 21 Prozent bei einem Wert von 9,28 Dollar pro Aktie vorhergesagt.


Das fällt auf

Die Strategie geht auf: Google investiert mit einem boomenden Kerngeschäft durch Online-Werbung erfolgreich in die Zukunft. Das Anzeigengeschäft warf vergangenes Quartal verlässlich 26,64 Milliarden Dollar ab. Die anderen Konzernsparten, darunter das Cloud- und Hardware-Geschäft, vor allem Thermostathersteller Nest, erlösten fast 4,3 Milliarden Dollar Umsatz. Vergangenes Jahr lagen diese Umsätze noch bei nur 3,2 Milliarden Dollar.



Das sind die ersten Reaktionen

Die Börse dreht kurz nach oben: Nach der Veröffentlichung der Zahlen schoss die Aktie des Technologiekonzerns um drei Prozent ins Plus, sank dann jedoch wieder. Seit Veröffentlichung der letzten Alphabet-Quartalszahlen im Februar war das Papier um bis zu acht Prozent gefallen.

Nach dem Datenskandal um Facebook und die britische Datenfirma Cambridge Analytica fürchten Investoren neue Regulationen, die das Wachstum der Online-Werbeindustrie empfindlich einschränken könnten. Im Mai tritt zudem die neue europäische Datenschutzrichtlinie in Kraft, die eine Verwendung privater Informationen von EU-Bürgern durch Unternehmen ohne deren Zustimmung mit empfindlichen Strafen sanktioniert.

Worauf Investoren schauen

Der Blick geht in Richtung Youtube: Interessiert dürften Analysten an der Wall Street den Äußerungen von Google-Chef Sundar Pichai zu Youtube lauschen. Das Video-Portal kämpft erneut gegen Probleme mit rassistischen Inhalten und Propaganda. Laut einem CNN-Bericht liefen die Spots von 300 Werbekunden, darunter von Amazon, Adidas, Cisco, Hilton, LinkedIn, Mozilla, Netflix oder Nordstrom, vor Hass-Videos. Der US-Sporthersteller Under Armour hat seine Budgets vorerst eingefroren. Google droht neuer Ärger mit den Werbekunden.