Alonso: Darum wollte ich nicht Ancelottis Assistent werden

Kerry Hau
Xabi Alonso (r.) arbeitete eine Saison lang mit Carlo Ancelotti beim FC Bayern zusammen

Der frühere Mittelfeldregisseur Xabi Alonso vom FC Bayern hat erklärt, warum er nach seinem Karriereende im vergangenen Sommer nicht in einer anderen Funktion beim Rekordmeister geblieben ist.

"Es ergibt keinen Sinn, etwas zu beenden und nur wenige Tage später an dem gleichen Ort weiterzumachen. Ich fühlte mich fit, hielt es aber für richtig, mir eine Auszeit zu nehmen, mich zu distanzieren, durchzuatmen", sagte Alonso der spanischen Sportzeitung Marca.


Der im September entlassene Carlo Ancelotti hatte dem 36-Jährigen ebenso wie dem abgetretenen Kapitän Philipp Lahm angeboten, ihm als Assistenzcoach zu dienen. "Es ist nicht einfach, in kurzer Zeit vom Mitspieler zum Vorgesetzten zu werden. Ich konnte diesen Schritt nicht machen", gab der ehemalige Welt- und Europameister zu verstehen.

"Die Zeit wird beantworten, ob ich Trainer werde"

Willy Sagnol wurde stattdessen zum Co-Trainer von Ancelotti ernannt. Und Alonso kehrte in seine baskische Heimat zurück, um mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen.

Er mache zwar regelmäßig Sport, habe seit seinem letzten Bundesliga-Spiel am 20. Mai gegen den SC Freiburg (4:1) nicht einmal mehr mit Freunden auf dem Fußballplatz gespielt. "Nur kurz mit meinem Sohn. Ich gehe oft mit meiner Frau laufen und spiele Tennis", verriet Alonso.


Auch wenn er das Fußballspielen nicht vermisst, ist seine Verbindung zum runden Leder keineswegs abgerissen. Er schaue sich viele Spiele an, vor allem die seiner Ex-Klubs, bekräftigte Alonso. Schließlich überlege er sich noch, eine Ausbildung zum Trainer zu machen.

"Der Job des Trainers ist eine schöne und spannende Herausforderung, aber meine Entscheidung ist noch nicht gefallen", sagte Alonso. "Das wird die Zeit beantworten. Ich habe keine Eile. Die letzten Jahre waren sehr intensiv."