Alonsos Wunsch lässt die Formel 1 brodeln

Franziska Wendler
·Lesedauer: 2 Min.

Ein zweimaliger Formel-1-Weltmeister als Young Driver?

In der Formel 1 brodelt es gerade rund um Fernando Alonso. Im Juli hatte der Spanier angekündigt, 2021 in die Formel 1 zurückzukehren. Um dafür auch adäquat vorbereitet zu sein, scheint ihm und seinem Arbeitgeber Renault jede Möglichkeit willkommen.

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So will der Rennstall Alonso beim Young-Driver-Test in Abu Dhabi fahren lassen. Nach dem letzten Saisonrennen können dort Nachwuchsfahrer ein aktuelles Formel-1-Auto fahren. Wer teilnehmen möchte, darf dabei in seiner Karriere laut Reglement "nicht mehr als zwei Formel-1-WM-Rennen" bestritten haben.

Teams stimmen gegen Alonso

Eine Vorgabe, die auf Alonso wahrlich nicht zutrifft. Auch dass der Spanier bereits 39 Jahre alt ist, scheint das Team nicht zu stören. Aber die Konkurrenz!

Bei der jüngsten Sitzung der Formel-1-Kommission kam das Thema laut motorsport-total.com zur Sprache. Mehrere Teams sollen sich gegen einen Einsatz des zweimaligen Weltmeisters ausgesprochen haben, unter anderem Ferrari, McLaren und Racing Point.

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Für Renault-Boss Cyril Abiteboul "die üblichen Spielchen. Die meisten Teams sind pragmatischer. Wir hoffen einfach, dass auch die FIA so denkt. Renault tut ja wirklich viel für Nachwuchsfahrer", so der Teamchef.

Denn auch wenn die Regeln eine Teilnahme Alonsos eigentlich unmöglich machen, ist es dem Weltverband FIA vorbehalten, "Ausnahmen nach eigenem Ermessen zu ermöglichen."

Seidl hat kein Verständnis für Renault

McLaren-Teamchef Andreas Seidl hätte dafür kein Verständnis. "Fernando ist ein großartiger Rennfahrer mit vielen Erfolgen. Ich sehe aber wirklich nicht, wie er als 'junger Fahrer' durchgehen könnte", betonte Seidl.

Seit seiner Comeback-Ankündigung hat der Spanier bereits wieder für Renault getestet. Im Rahmen eines Filmtages konnte er den aktuellen Renault mit Kilometer-Beschränkung testen.

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Der 39-Jährige fuhr von 2001 bis 2018 in der Formel 1, 2005 und 2006 wurde er mit Renault Weltmeister. Zuletzt saß er unter anderem bei den 24 Stunden von Le Mans und bei den 6-Stunden von Spa-Francorchamps im WEC-Cockpit.

Mit McLaren und Racing Point wollen übrigens zwei der Teams, die gegen einen Einsatz von Alonso sind, selbst nicht am Young-Driver-Test teilnehmen. Beide Teams haben derzeit keinen jungen Fahrer, der eine derartige Testchance bräuchte.