Alno kann weitermachen: Aktie explodiert - aber Vorsicht

Martin Mrowka
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Alno kann weitermachen: Aktie explodiert - aber Vorsicht

Die Übernahme des traditionsreichen Küchenbauers Alno durch den britischen Investor Riverrock ist gesichert. Alle wesentlichen Bedingungen für die Wirksamkeit des Kaufvertrags seien erfüllt, teilte Insolvenzverwalter Martin Hörmann am Wochenende mit. Die Alno-Aktie explodierte am Morgen zeitweise um mehr als 600 Prozent - fällt allerdings bereits wieder.

Erste Küchen noch in Q1

"Jetzt ist die Gewissheit da, nun kann es losgehen", sagte der Geschäftsführer der Neuen Alno GmbH, Andreas Sandmann. Die Vorbereitungen für die Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebs und der Produktion laufen demnach auf Hochtouren. Noch im ersten Quartal des laufenden Jahres sollen die ersten Küchen ausgeliefert werden. 

Deutschlands zweitgrößter Küchenhersteller hatte im Juli Insolvenz angemeldet. Verwalter Hörmann verkündete Ende November das Ende von Alno, mehr als 400 Mitarbeiter wurden entlassen. Mitte Dezember kam der überraschende Rettungsanker: Der britische Investor Riverrock übernahm wesentliche Vermögensgegenstände wie Maschinen, Grundstücke und Markenrechte - für nur rund 20 Millionen Euro. Ein sogenannter Massekredit der Briten über sechs Millionen Euro half, den Betrieb zunächst aufrechtzuerhalten. Für einige Hundert Mitarbeiter bedeutet die Übernahme die Rettung ihrer Jobs.

Vorsicht mit Alno-Aktien