Allianz nach Zahlen: Kaufen oder Verkaufen?

Fabian Strebin
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Allianz: Keine Übernahmen, dafür selbst im Visier

Die Allianz hat vergangenen Freitag die Zahlen zum dritten Quartal präsentiert. Mit einem operativen Ergebnis von 2,5 Milliarden Euro blieb das Versicherungsunternehmen hinter dem Vorjahreswert zurück. Die Schätzungen der Analysten wurden hingegen übertroffen. Mittlerweile haben zahlreiche Analysten ihre Einschätzungen überarbeitet.

So hat zum Beispiel Michael Haid von der Commerzbank hat seine Einschätzung für die Aktie auf „Buy“ belassen. Das Kursziel hat er indes von 210 auf 230 Euro angehoben. Der geplante Aktienrückkauf über zwei Milliarden Euro habe ihn positiv überrascht. Er resultiere aus einer hohen Erwirtschaftung von Kapital. Die Maßnahme zeige, dass die Allianz immer aktionärsfreundlicher agiere.

Positiv gestimmt für die Aktie ist auch Michael Huttner von JPMorgan. Er hat seine Einschätzung auf „Overweight“ mit Kursziel 228 Euro belassen. Er schreibt, der Konzern habe ihn bei der Solvabilität und dem organischen Kapitalwachstum überzeugt. Positiv überrascht hat ihn ebenfalls das Aktienrückkaufprogramm.

Schwäche Kaufen

Der Kurs der Allianz-Aktie ist zuletzt unter Druck geraten und konnte die Marke von 200,00 Euro nicht halten. Allerdings liegt das nicht am präsentierten Zahlenwerk, sondern am schwachen Gesamtmarkt. Unterstützung sollte der Kurs indes vom neuen Aktienrückkaufprogramm erhalten.

Im Vergleich zur Peergroup sind die Anteile mit einem KGV von 12 immer noch günstig. Die Konkurrenz kommt im Mittel auf 15. Trotz der Kursrallye im laufenden Jahr wirft die Aktie zudem noch eine attraktive Dividendenrendite von 3,9 Prozent ab. Anleger nutzen die jüngste Kursschwäche und kaufen die Titel ins Depot. Das Kursziel beträgt 240,00 Euro, ein Stopp bei 170,00 Euro sichert gegen übermäßige Verluste ab.