Allianz-Tochter Global Investors plant die Revolution in den USA

Fabian Strebin
Allianz: US-Wirbelstürme kein Problem - 200 Euro bis Weihnachten

Passive Anlageprodukte wie börsengehandelte Indexfonds (Exchange Traded Funds) liegen derzeit im Trend. Ein Grund sind die geringen Kosten. Der Blick auf die Wertentwicklung unter dem Strich zeigt: Nur die wenigsten aktiv verwalteten Produkte können ihren Vergleichsindex schlagen. Die Allianz-Vermögensverwaltungstochterfirma Allianz Global Investors will Kunden in den USA mit einem speziellen Angebot von neuartigen, aktiv-gemanagten Fonds zurückgewinnen.

Global Investors verwaltet rund 500 Milliarden Euro und plant laut Handelsblatt in den Vereinigten Staaten nun etwas Revolutionäres: Gebühren sollen für Anleger nur anfallen, wenn die aktiv gemanagten Produkte im Vergleich zu einem Benchmarkindex einen Mehrertrag erzielen. Aktuell befinden sich drei Aktienfonds in den USA im Zulassungsverfahren.

Jährlich anfallende Gebühren bringen Anleger um einen Teil ihrer Rendite. In Europa betragen die Kosten für aktiv verwaltete Aktienfonds im Schnitt 1,7 Prozent. Passive Fonds bilden einen Vergleichsindex dagegen nur nach und fordern durchschnittlich 0,4 Prozent Gebühren pro Jahr. Andreas Utermann, Allianz-Global-Investors-Chef, sagt: „Unsere Initiative in den USA ist eine Antwort auf den Boom der Indexfonds. Es ist die richtige Lösung im Brot-und-Butter-Geschäft, um diesen Produkten Paroli zu bieten.“

Allianz auf Rekordkurs

Die Aktie der Allianz zeigt relative Stärke und hat den durch die Tropenstürme in den USA verursachten Kursrückgang längst wieder wett gemacht. Dabei dürften auf die Münchener zudem vergleichsweise geringe Kosten durch Schäden in Übersee zukommen. Der Rücksetzer bietet eine günstige Einstiegmöglichkeit. Die Vermögensverwaltungssparte mit den Töchtern Allianz Global Investors und PIMCO gewinnt laufend wieder an Schlagkraft.

Das 2018er KGV der Aktie von 11 zeigt: Die Allianz ist im Branchenvergleich ein Schnäppchen. Denn die Peer Group kommt im Mittel auf einen Wert von 14. Zudem erfreut der Konzern mit einer Dividendenrendite von 4,1 Prozent. Kaufen mit Stopp bei 160,00 Euro. Das Kursziel liegt bei 240,00.