Allianz pro Schiene zum Auto-Spitzentreffen: Etikettenschwindel

BERLIN/STUTTGART (dpa-AFX) -Der von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) für kommende Woche geplante "Mobilitätsgipfel" wird aus Sicht des Interessenverbands Allianz pro Schiene seinem Namen nicht gerecht. "Eine Bundesregierung, die zum "Mobilitätsgipfel" einlädt und ausschließlich über E-Autos redet, betreibt Etikettenschwindel", teilte Verbandsgeschäftsführer Dirk Flege am Donnerstag mit. Mobilität sei mehr als Automobilität. "Ohne mehr Schienen-, Bus- und Fahrradverkehr gibt es keine Verkehrswende und keine Mobilität für alle."

Über das geplante Spitzentreffen hatten zuvor der "Spiegel" und das "Handelsblatt" berichtet. Themen seien demnach Klimaschutz und Elektrifizierung, autonomes Fahren und die Widerstandsfähigkeit von Lieferketten.

Den Medienberichten zufolge sollen auch die Chefs von VW DE0007664039 und BMW DE0005190003 - Oliver Blume und Oliver Zipse - an dem Treffen teilnehmen. Dazu kämen Vertreter von Zulieferern und IG-Metall-Chef Jörg Hofmann. Auch mehrere Bundesminister sollen demnach erscheinen. Die Gespräche seien nicht als "Autogipfel" betitelt, wie sie die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) regelmäßig abgehalten hatte. Es handle sich offiziell um ein "erstes Spitzentreffen der Strategieplattform der Automobil- und Mobilitätswirtschaft".