Allianz-Chef Bäte steht zu Lebensversicherung - DER AKTIONÄR geht long

Thomas Bergmann
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Aufatmen bei der Allianz

Die Allianz schließt für Deutschland den Verkauf bestehender Lebensversicherungs-Verträge "grundsätzlich aus", so Vorstandschef Oliver Bäte im Interview mit dem Handelsblatt. Im November soll der neu erarbeitete Strategieplan vorgestellt werden, mit dem Europas größter Versicherer seine Führungsrolle ausbauen will.

"Ja, wir arbeiten daran und werden die Ergebnisse Ende November vorstellen", sagte Bäte dem Handelsblatt. Im Zentrum sollen Kundenorientierung, einfachere Produkte und eine konsequente Digitalisierung stehen. Im vergangenen Jahr hatte die Allianz 3,7 Milliarden Euro in den Umbau der IT gesteckt, um die Ziele zu erreichen.

Kein Verkauf von Lebensversicherungen

Ein Verkauf von Altbeständen von Lebensversicherungen – wie zuletzt bei der Generali – schließt Bäte indes aus. "Wir haben immer gesagt, dass wir das weltweit nach Möglichkeit nicht machen werden – und für Deutschland schließen wir das grundsätzlich aus", bestätigt er frühere Ankündigungen. 

Sorgen bereitet ihm trotzdem das schwierige Geschäftsumfeld, das maßgeblich von den Notenbanken beeinflusst wird: "Wenn Sie auf einmal die Grundlagen einer Industrie verändern, weil die Zentralbank sagt: Volkswirtschaft interessiert mich nicht, dann ist darauf auch ein einigermaßen gut geführtes Unternehmen nicht immer vorbereitet."

Grundsätzlich ist die Allianz aber gut aufgestellt. Frühzeitig hat man auf das neue Umfeld reagiert und die Produktpalette entsprechend angepasst. Sollte die Digitalisierungsstrategie greifen, wird der DAX-Konzern weiter hohe Gewinne und Renditen erwirtschaften.

Mehr zur Allianz lesen Sie in der aktuellen Ausgabe 29/2018 des AKTIONÄR. Darüber hinaus hat DER AKTIONÄR ein Hebelprodukt auf den Versicherer in sein Hebel-Depot aufgenommen. Registrierte Abonnenten wurden darüber bereits per E-Mail informiert.