Allianz-Aktie: Personelle Konsequenzen?

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Bei der Allianz-Aktie (WKN: 840400) gibt es derzeit so manches Thema, das potenziell eine Belastung darstellen könnte. Neben der allgemeinen Marktschwäche bedingt durch Evergrande sowie den Versicherungsschäden im Sommer und Herbst sind es insbesondere die Structured Alpha Fonds, die einen milliardenschweren Schadensersatz nach sich ziehen könnten.

Im Endeffekt wissen wir noch nicht genau, welche Tragweite das für die Allianz-Aktie bedeutet. Allerdings zeichnen sich anderweitige Konsequenten ab. Personelle, beispielsweise, die wir heute einmal thematisieren wollen.

Allianz-Aktie: Chef-Vermögensverwalterin im Fokus

Wie unter anderem der US-amerikanische Börsennachrichtendienst Dow Jones berichtet, könnte die Chef-Vermögensverwalterin bei der Allianz-Aktie den Konzern verlassen. Genauer gesagt verhandele man, so der Bericht, derzeit darüber, dass es zu einer personellen Neuorientierung kommen könnte. Jacqueline Hunt, so der Name der Vermögensverwalterin und Top-Funktionärin, ist für den Bereich verantwortlich, in den die Causa der Structured Alpha Fonds fällt.

Der Aufsichtsrat dürfte demnach in seiner nächsten Sitzung zum Ende September über ihr Mandat beraten. Vermutlich ist das Management des DAX-Versicherers daher um eine personelle Aufarbeitung bemüht. Wobei der Arbeitsvertrag der Funktionärin augenscheinlich sowieso im Jahre 2022 ausgelaufen wäre.

Vermutlich verändert das nichts an der Ausgangslage bei der Allianz-Aktie. Beziehungsweise in der Aufarbeitung der Causa rund um die Structured Alpha Fonds. Eine personelle Veränderung könnte jedoch einen Neuanfang bedeuten. Oder den guten Willen, dass das Management diesen Fall im Rahmen der eigenen Möglichkeiten aufarbeiten möchte.

Nicht wesentlich für die Investitionsthese

Die personelle Veränderung bei der Allianz-Aktie ist natürlich nicht wesentlich für die Investitionsthese. Generell bleiben die großen Themen der mögliche Schadensersatz, die Prognose für das laufende Geschäftsjahr und mittel- bis langfristig ein moderates Wachstum.

Aber auch die fundamentale Bewertung der Allianz-Aktie dürfte eine Rolle spielen. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von ca. 10 könnte sie vergleichsweise preiswert sein. Zudem liegt die Dividendenrendite bei über 5 %, wenn die Ausschüttungssumme im nächsten Jahr zumindest konstant bleibt.

Langfristig orientierte Investoren könnten den DAX-Versicherer daher möglicherweise etwas näher in den Fokus rücken. Zumindest, wenn du kurzfristig mit ein wenig Unsicherheit und Turbulenzen leben kannst. Vielleicht zeigt die Prognose für das laufende Geschäftsjahr mit einem Ergebnis zwischen 11 und 13 Mrd. Euro, dass das Top-Management eigentlich ziemlich optimistisch auf den allgemeinen Markt blickt.

Der Artikel Allianz-Aktie: Personelle Konsequenzen? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Vincent besitzt Aktien der Allianz. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2021

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