"Alles oder nichts" - Pol Espargaro nimmt in Valencia Sturz in Kauf

Sebastian Fränzschky
·Lesedauer: 3 Min.

KTM-Werkspilot Pol Espargaro holte sich beim Europa-Grand-Prix in Valencia seine zweite Pole-Position der Saison. Der WM-Achte setzte sich im Q2 (zum Bericht) knapp gegen Suzuki-Pilot Alex Rins durch.

Im Gegensatz zu den potenziellen WM-Anwärtern kann Espargaro frei fahren. Beim Kampf um den WM-Titel dürfte der Spanier keine Rolle mehr spielen. Entsprechend aggressiv ist die Strategie des ehemaligen Moto2-Champions.

"Wir riskieren alles oder nichts", kündigt Espargaro an. "Es gibt nur noch drei Rennen. Wir wollen in der Endwertung eine gute Position belegen. Das ist möglich, wenn wir jetzt drei gute Rennen zeigen. Wir werden in jedem dieser Rennen sehr viel riskieren, um eine möglichst gute Position zu belegen. Ich kann von der ersten zur letzten Kurve nichts zurückhalten. Vielleicht kostet mich das einen Sturz."

Start entscheidet über Espargaros Strategie im Rennen

Beim Kampf um den Sieg dürfte Alex Rins einer der härtesten Gegner sein. "Alex steht in der Startaufstellung neben mir. Er ist in den Rennen immer besonders stark. Wenn er besser startet als ich, werde ich ihn testen, um zu sehen, wie schnell er ist. Wenn wir im Rennen in Schlagdistanz bleiben, dann wäre das eine tolle Leistung. Wenn ich vorne liege, werde ich ab der ersten Runde pushen", erklärt Espargaro.

Pol Espargaro, Red Bull KTM Factory Racing

Pol Espargaro, Red Bull KTM Factory Racing<span class="copyright">Gold and Goose / Motorsport Images</span>
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Pol Espargaro, Red Bull KTM Factory Racing

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Polesitter Pol Espargaro, Red Bull KTM Factory Racing

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Polesitter Pol Espargaro, Red Bull KTM Factory Racing

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MotoGP-Action in Valencia

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Polesitter Pol Espargaro, Red Bull KTM Factory Racing

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Pol Espargaro, Red Bull KTM Factory Racing

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Unklar ist, ob es am Renntag trocken ist. Am Freitag und am Samstag war der Kurs nie komplett trocken. "Wir haben keine Infos über die Reifen", schaut Espargaro auf ein mögliches Trockenrennen. "Ich werde mein Bestes geben. Wenn ich zu Beginn einen kleinen Vorsprung herausfahren kann, indem ich die Reifen herbrenne, dann werde ich das machen."

Pedrosa-Test war bisher nutzlos

KTM nutzte die Chance, um mit Testpilot Dani Pedrosa in Valencia zu testen. Das war bisher keine große Hilfe für Pol Espargaro. "Das Testteam war hier. Bisher konnten wir nichts von ihren Erkenntnissen nutzen. Sie fuhren hier bei 22°C Lufttemperatur. Wir fuhren bei kälteren Bedingungen und Nässe", schildert der Werkspilot.

"Sie hatten bei diesem Test zu kämpfen und waren nicht richtig schnell", lässt Espargaro durchblicken. "Wenn es morgen trocken ist und wir einige ihrer Probleme bekommen, dann können wir diese vielleicht lösen. Doch bisher konnten wir die Daten nicht nutzen, um uns zu verbessern, weil der Kurs das Wochenende über zu nass war."

Mit seiner Leistung im Qualifying war Pol Espargaro sehr zufrieden. "Es fühlte sich gut an, besonders bei diesen Bedingungen, bei denen man ein gutes Ergebnis holen kann wie diese Pole-Position, aber auch einen schweren Sturz riskiert. Ich dachte vor der Session darüber nach, weil wir jetzt drei Rennen in Folge haben."

"Ein Sturz oder eine kleine Verletzung hätte für diese drei Rennen unschöne Folgen gehabt", ist sich der Spanier bewusst. "Meine Runde war sauber. Ich habe es geschafft. Vielleicht habe ich an einigen Stellen ein paar Zehntelsekunden liegen lassen. Doch bei diesen schwierigen Bedingungen ist das normal. Ich bin sehr zufrieden und freue mich auf ein gutes Rennen, auch wenn wir die Bedingungen noch nicht kennen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.