Alles, was man über die Berlinale 2018 wissen sollte

Am Donnerstag beginnt die Berlinale 2018. 400 neue Filme gehen hier an den Start, 19 davon haben die Chance, den Goldenen Bären zu gewinnen. Auch Harvey Weinstein und #MeToo sind in Berlin Thema.

Die Berlinale lockt viele Besucher in die Hauptstadt. (Bild-Copyright: Markus Schreiber/AP Photo)

Die Organisatoren der Berlinale wollen die #MeTo-Kampagne unterstützen und bieten laut Veranstalter Dieter Kosslick ein Forum, in dem über konkrete Veränderungen in der Branche diskutiert werden kann. Vor allem der Umgang mit Frauen stehe hier auf der Tagesordnung.

Zeichen setzen: Petition fordert einen schwarzen Teppich bei der Berlinale

Einige kritische Stimmen wurden allerdings laut, als bekannt wurde, dass Regisseur Kim Ki-duk eingeladen wurde. Eine südkoreanische Schauspielerin beschuldigte ihn, sie geschlagen und am Set von “Moebius” zu Sex gezwungen zu haben. Dabei hieß es, dass man ein besonderes Augenmerk auf Filmemacher haben wolle, die des sexuellen Missbrauches beschuldigt werden. Ihre Filme wurden vom Wettbewerb disqualifiziert.

Nicht nur in den Diskussionen stehen Frauen bei der diesjährigen Berlinale im Fokus. Vier der 19 Anwärter um den Goldenen Bären sind von Frauen gemacht worden. Filme wie “Unsane – Ausgeliefert” zeigen eine starke Darbietung von “The Crown”-Star Claire Foy – nicht als bloße Nebendarstellerin oder sexy Vamp, sondern als ernstzunehmende Protagonisten mit Format. Das Biopic “Becoming Astrid” beschäftigt sich mit den jungen Jahren der “Pippi Langstrumpf”-Autorin Astrid Lindgren.

Drei Frauen, drei Männer: Das ist die Berlinale-Jury

Neben den Frauen zeigen auch die Männer, dass sie mehr können, als nur vor der Kamera zu stehen. Rupert Everett präsentiert seinen Film “The Happy Prince”, bei dem er Regie führte und eine Rolle übernahm. Und auch Idris Elba zeigt sein Regietalent mit “Yardie” – einem Streifen, der sich mit indischen Drogengangs in London auseinandersetzt.


Dramatisch wird es mit Daniel Brühl und Rosamund Pike in Jose Padilhas “Entebbe”, der auf der Berlinale Premiere feiern wird. Er läuft außer Konkurrenz erzählt die Geschichte der Entführung eines Passagierflugzeuges der Air France im Juni 1976 und der damit verbundenen militärischen Befreiungsaktion Operation Entebbe auf dem Flughafen von Entebbe in Uganda, der ehemaligen Hauptstadt des Landes.


Laut “thelocal” soll es im Rahmen der Berlinale noch eine besondere Aufführung von “Das schweigende Klassenzimmer” für die Insassen eines Berliner Gefängnisses geben. Außerdem richten sich die Veranstalter des Events an junge Flüchtlinge und bieten Praktika sowie kostenlose Kinokarten für Kinder und Erwachsene an.

Wer sich einen Film auf der Berlinale ansehen will, sollte sich beeilen – die Tickets sind heiß begehrt!

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