Alles zum AMG C 63 Facelift

feedback@motor1.com (Stefan Wagner)
Alles zum AMG C 63 Facelift

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Neues Getriebe, mehr Topspeed: AMG liftet 63er-C-Klassen

Es ist aber auch eine Mammut-Aufgabe, bis man so eine komplette C-Klasse durch die eigene Modellpflege gehievt hat. Nach C-Klasse normal, C-Klasse zweitürig (Coupé, Cabrio) und C-Klasse würzig (AMG C 43) folgt auf der New York Auto Show 2018 nun C-Klasse extra scharf. Genau, jetzt kriegen auch die V8-Dampfhämmer ihr Facelift. Und die Überarbeitungen bei AMG C 63 und C 63 S sind tatsächlich etwas umfangreicher als bei den übrigen C-Geschwistern.


Panamericana-Grill jetzt auch beim C 63

Auf den Bildern sehen Sie bisher nur das überarbeitete C 63 S Coupé, aber natürlich gilt das Facelift auch für Limousine, T-Modell und Cabriolet. Von außen ist der 63er-Jahrgang 2018 vor allem am neuen Panamericana-Kühlergrill zu erkennen, den AMG jetzt ohne Rücksicht auf Verluste an all seine Preziosen schraubt. Genauer hinschauen muss man schon bei der neuen Querfinne in den Lufteinlässen, dem überarbeiteten Heckdiffusor (beim C 63 S mit zusätzlichem Diffusorbrett) oder den chromiger glänzenden Endrohren. Aerodynamischer geht es künftig im Radkasten zu: Zwei neue Felgendesigns in „Tantalgrau“ stehen schneidiger im Wind. Standard bleibt 18 Zoll. Beim S oder gegen Aufpreis sind 19-Zöller drin.


Digitaleres Cockpit

Innen profitieren auch die neuen 63er-Modelle von den Errungenschaften des C-Klasse-Facelifts. Will heißen: Der Infotainment-Bildschirm ist nun bis zu 10,25 Zoll groß und auf Wunsch räkelt sich vor Ihrer Nase ein 12,3 Zoll großes, voll digitales Instrumentendisplay. Das zeigt dann auch allerlei AMG-spezifische Zusatzinformationen an. Motordaten, G-Kräfte oder ganze Rennstrecken inklusive Sektor- und Rundenzeiten zum Beispiel. Letzteres aber nur, wenn sie die neue Option „AMG Track Pace“, eine Art internen Rennstrecken-Datalogger, geordert haben. Wie üblich bei einem Facelift, gibt es natürlich auch ein paar neue Interieur-Farben, neue Dekorelemente und ein neues Lenkrad inklusive Touch-Control-Bedienknöpfen. Außerdem lässt sich der vorzügliche Performance-Sitz künftig auch klimatisieren. Und er verfügt auf Wunsch über neue Luftpolster in den Seitenwangen, die sich für optimierten Seitenhalt aufblasen lassen.


Mehr Endgeschwindigkeit

Und damit genug von der Design- und Wellnessfront. Kommen wir zu den wirklich wichtigen Dingen. Der Vierliter-Biturbo-V8 bleibt mit 476 beziehungsweise 510 PS (in den S-Modellen) auf Vorfacelift-Niveau. Keiner, der diesen Motor kennt, kann sich ernsthaft darüber beschweren. Am schnellsten beschleunigt nach wie vor das C 63 S Coupé. Es braucht 3,9 Sekunden auf 100 km/h. Die Limousine liegt bei 4,0 Sekunden, Kombi und Cabrio bei 4,1 Sekunden. Die 476-PS-Varianten sind jeweils 0,1 Sekunden langsamer. Neues gibt es hingegen vom Topspeed: Alle Linke-Spur-Afficionados dürfen sich bei den S-Modellen nun serienmäßig über 290 km/h Spitze freuen. Die normalen 63er machen weiterhin bei 250 Sachen dicht.


Neue Neungang-Automatik

Die größte mechanische Änderung am gelifteten C 63 ist sicher sein neues Getriebe. Die alte Siebengang-Box fliegt raus und wird durch AMGs MCT-Neungang-Getriebe mit nasser Anfahrkupplung ersetzt. Bereits im aktuellen AMG E 63 macht diese Automatik einen absolut hervorragenden Eindruck. Ebenfalls erwähnenswert: Das von vielen ambitionierten Fahrern geschätzte mechanische Hinterachs-Sperrdifferenzial ist Geschichte. Alle C-63-Varianten verfügen nun serienmäßig über das elektronisch geregelte Diff, das es vormals nur im C 63 S gab.


Noch mehr Modi

Serienmäßig und weiterhin einzige Option bleibt das AMG Ride Control Stahl-Fahrwerk mit adaptiven Dämpfern, das AMG „aufwendig neu abgestimmt“ haben will. Zusätzlich verfügt der C 63 S über dynamische Motorlager. Gearbeitet hat man in Affalterbach auch an den Fahrprogrammen. Es gibt jetzt noch mehr davon, was die Angelegenheit langsam ein wenig unübersichtlich macht. Sechs Fahrmodi sind nun je nach Motorisierung verfügbar: Glätte, Comfort, Sport, Sport+, Race und Individual. So weit so gut. Jetzt gibt es aber auch noch vier neue „Agilitätsfunktionen“ (Basic, Advanced, Pro und Master), die offenbar vom jeweiligen Fahrprogramm automatisch angewählt werden und sich um Dinge wie Motor-/Fahrwerks-/Differenzial-Ansprechverhalten oder die Hemmschwelle des neu abgestimmten ESP kümmern sollen. Das klingt komplizierter als bei Lexus (also fürchterlich kompliziert), wird sich im Alltag aber sicher einpendeln. Und glücklicherweise können Sie Getriebe, Fahrwerk oder Auspuffsound nach wie vor per Schalter auf der Mittelkonsole selbst einstellen.


Ab September 2018

Live sehen können sie den überarbeiteten Mercedes-AMG C 63 auf der New York Auto Show von 30. März bis 9. April. Marktstart ist dann im September 2018. Die Preise stehen noch nicht fest. Bisher startete die C 63 Limousine bei 76.398 Euro, für das S-Modell waren mindestens 84.669 Euro fällig.


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