'In aller Freundschaft'-Star Thomas Rühmann: Warum er selbst nie Arzt werden wollte

Wort & Bild Verlag/Claudia Masur

Thomas Rühmann (67) hat es schwarz auf weiß: Der Schauspieler verkörpert einen der beliebtesten TV-Ärzte. Seit fast 25 Jahren unterhält er als Dr. Heilmann im Dauerbrenner 'In aller Freundschaft' das deutsche Publikum — am 31. Januar läuft die 1000. Folge.

"Nicht meine Welt"

In einer Umfrage wurde er zum zweitbeliebtesten Serienarzt gewählt, nur Dr. Brinkmann aus der 'Schwarzwaldklinik' konnte ihn hinter sich lassen. Für ihn selbst käme ein Beruf in der Medizin aber nicht infrage, wie er im Gespräch mit der 'Apotheken Umschau' gestand. "Ich habe als Schüler mal ein Praktikum im Krankenhaus gemacht. Da roch die ganze Station nach Franzbranntwein. Das war offenbar nicht die Welt, in die ich eintauchen wollte." Zudem sei die ständige Rückkehr in einen geregelten Krankenhausalltag, wie er in TV-Serien oft zu sehen ist, nicht sehr realistisch, denn im wahren Leben stünden medizinische Fachkräfte unter Dauer-Druck.

Thomas Rühmann rockt zum Ausgleich

Thomas Rühmann berichtete, wie man versuchte, das auch bei 'In aller Freundschaft' abzubilden, als die Sachsenklinik privatisiert wurde. "Aber es führte auch dazu, dass weniger Leute guckten, weil sie ihre Sachsenklinik nicht mehr wiedererkannt haben. Also wurde die Privatisierung schnell beendet und es war wieder alles wie immer. Wir Schauspieler haben das bedauert." Dabei sei das wesentlich näher an der Wahrheit gewesen.

Schauspielerei bestimmt auch abseits der Sachsenklinik das Leben des Stars, er betreibt gemeinsam mit einem Kollegen ein Theater im Oderbruch. Sein zweites Hobby ist hingegen ein echter Ausgleich, denn Thomas Rühmann spielt nebenbei in einer Rockband: "Für mich ist das eine extreme Form von Energiegewinn."

Bild: Wort & Bild Verlag/Claudia Masur