Alle Turnhallen geräumt: Immer weniger Flüchtlinge in Kölner Unterkünften

Die Zahl der Flüchtlinge in den Unterkünften der Stadt Köln ist weiter rückläufig. Ende August lebten noch rund 11.000 Schutzsuchende in städtischen Wohnheimen, das sind 2200 weniger als noch Ende 2016. Das geht aus dem aktuellen Flüchtlingsbericht hervor, den die Stadt jetzt vorgelegt hat.

In ihrer Prognose für die kommenden Jahre hält die Stadt sogar ein Szenario für realistisch, das von einem Rückgang von 100 Personen pro Monat ausgeht. Nachdem mittlerweile alle Turnhallen geräumt sind, will die Stadt nun verstärkt weitere schlecht geeignete oder teure Unterkünfte in den Blick nehmen. Bis November soll ein Strategiepapier vorliegen, welche Häuser als nächstes aufgegeben werden können.

Stadt will teure Unterkünfte schließen

Dabei geht es um Notunterkünfte, deren Bausubstanz marode ist oder die über keine Privatsphäre für die Bewohner verfügen. Außerdem hat die Verwaltung ein Interesse daran, aus den für Flüchtlinge angemieteten Hotels herauszukommen, da dies die teuerste Unterbringungsart überhaupt ist: Bis zu 35 Euro pro Tag und Person zahlt die Stadt – für so manchen Hotelbesitzer eine äußerst lukrative Verdienstmöglichkeit.

Bevor die alten Unterkünfte aufgegeben werden können, muss allerdings zunächst Ersatz geschaffen werden. Bis es soweit ist, dürfte es noch dauern: Knapp 3000 Plätze will die Stadt innerhalb des kommenden Jahres fertigstellen. Dem stehen aber 5300 Menschen in Notunterkünften und Hotels gegenüber. (jac)...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta