"Wir alle tragen eine gewisse Verantwortung": US-Außenminister Blinken beim OECD-Treffen in Paris

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Als Schlichter im Streit um den geplatzten U-Boot-Deal war US-Außenminister Antony Blinken nach Paris gereist. Dort erwartete ihn aber auch eine weitere Mission: Auf dem Ministerratstreffen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erklärte er, dass die Industrieländer die Aufgabe hätten, weltweite Ungleichheiten zu beseitigen. Die Kluft zwischen Arm und Reich sei durch Corona-Pandemie und den Klimawandel verschärft worden.

"Wir alle tragen dafür eine gewisse Verantwortung. Seit Jahrzehnten messen die Mitgliedsstaaten ihren wirtschaftlichen Erfolg am steigenden Bruttoinlandsprodukt und den Aktienmärkten ab - etwas, das nicht die Realität von Milliarden von arbeitenden Familien widerspiegelt. Stattdessen korreliert unser beispielloses Wachstum immer wieder mit zunehmender Ungerechtigkeit", so Blinken

Fast 140 Länder befinden sich in abschließenden OECD-Gesprächen über Maßnahmen, die verhindern sollen, dass Unternehmen ihre Gewinne in Steuerparadiese verschieben.

Sie streben ein globales Abkommen über die Besteuerung multinationaler Unternehmen an.

Die Einigung auf einen Körperschaftssteuersatz von 15 Prozent soll am Freitag als Teil einer richtungsweisenden Erklärung bei der OECD in Paris bekannt gegeben werden.

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