Alijew bei Präsidentschaftswahl in Aserbaidschan erwartungsgemäß wiedergewählt

Alijews Familie beherrscht die an Erdgas- und Erdölvorkommen reiche Ex-Sowjetrepublik seit Jahrzehnten. Alijew rückte nach dem Tod seines Vaters Heidar 2003 an die Staatsspitze und wurde 2008 und 2013 wiedergewählt

Aus der vorgezogenen Präsidentschaftswahl in Aserbaidschan ist erwartungsgemäß der autoritär regierende Staatschef Ilham Alijew als Sieger hervorgegangen. Wie Nachwahlbefragungen nach Schließung der Wahllokale am Mittwoch ergaben, erhielt der 56-jährige Amtsinhaber mehr als 80 Prozent der Stimmen. Laut einer Befragung des Instituts ELS erhielt Alijew 82,7 Prozent der Stimmen, dem französischen Institut OpinionWay zufolge kam er sogar auf 86,5 Prozent.

Alijew ist seit 15 Jahren in Aserbaidschan an der Macht und steht nun vor seiner vierten Amtszeit. Die wichtigsten Oppositionsparteien in der Kaukasusrepublik hatten den Urnengang boykottiert. Sie beklagten einen unfairen Wahlkampf und befürchteten Wahlbetrug. Neben Alijew standen zwar sieben weitere Kandidaten zur Wahl. Sie sind aber kaum bekannt und führten so gut wie keinen Wahlkampf.

Alijews Familie beherrscht die an Erdgas- und Erdölvorkommen reiche Ex-Sowjetrepublik seit Jahrzehnten. Alijew rückte nach dem Tod seines Vaters Heidar 2003 an die Staatsspitze und wurde 2008 und 2013 wiedergewählt. Die Opposition sprach jedes Mal von Wahlbetrug.