Alfa Romeo in den Top 10: "Ein großer Moralschub"

Stefan Ehlen
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"Das Geheimnis war, auf der Strecke zu bleiben", sagt Antonio Giovinazzi. Das ist ihm und seinem Alfa-Romeo-Teamkollegen Kimi Räikkönen im Formel-1-Qualifying zum Türkei-Grand-Prix gelungen, und mehr: Räikkönen und Giovinazzi qualifizierten sich beide in den Top 10 der Startaufstellung, und das durchaus überraschend.

Räikkönen jedenfalls hatte nicht mit einem solchen Erfolg gerechnet. "Am Vormittag [im dritten Freien Training] hatten wir Probleme wie verrückt", erklärt er. "Dann haben wir zum Glück ein paar Änderungen ausprobiert und unter schrecklichen Bedingungen noch ein paar Runden gedreht. Ich denke, das hat uns im Qualifying ein bisschen geholfen."

Er habe zwar in Istanbul "immer noch kein gutes Gefühl" für sein Fahrzeug entwickelt, aber grundsätzlich sei es im Qualifying schon "nicht so schlecht" gewesen. "Es kommt uns sogar entgegen, unter solchen Bedingungen auf der Strecke zu sein", meint Räikkönen.

Räikkönen: So rutschig war es selten zuvor

Der Weltmeister von 2007 glaubt: So rutschige Verhältnisse gab es selten zuvor in seiner Laufbahn. "Das war eines der schlimmsten [Qualifyings], aber es ist, wie es ist. Wir können es ja nicht ändern, also musst du einfach durch. Wir haben es gut hingekriegt und das Beste herausgeholt, glaube ich."

Räikkönen geht am Sonntag von Position acht aus ins Rennen, zwei Plätze vor seinem Teamkollegen Giovinazzi. Und Letzterer will seine Saisonbilanz an gewonnenen Plätzen in der Startrunde unbedingt ausbauen.

Er meint: "Hoffentlich geht es noch weiter nach vorne. Von P10 kommend wird das natürlich nicht so einfach, vor allem, wenn es in Runde eins verrückt zugeht, was passieren kann. Bisher aber bin ich wirklich zufrieden mit dem Ergebnis. Kimi und ich in den Top 10, das hatten wir lange nicht."

Sauber feiert 500. Formel-1-Einsatz

Das Resultat kommt zum richtigen Zeitpunkt: Alfa-Romeo-Einsatzteam Sauber bestreitet in der Türkei seinen 500. Grand Prix seit 1993, wenn man die Rennen von BMW-Sauber (2006 bis 2009) und Alfa Romeo (seit 2018) zu dieser Statistik hinzurechnet.

Deshalb spricht Teamchef Frederic Vasseur von einem "großen Moralschub" für seine Mannschaft und meint: "Jetzt haben wir eine gute Punktechance im Rennen. Dann müssen wir ebenfalls zur Stelle sein, weil Punkte gibt es eben nur im Grand Prix."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.