Fix: Zu diesem Team wechselt Bottas jetzt

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Fix: Zu diesem Team wechselt Bottas jetzt
Fix: Zu diesem Team wechselt Bottas jetzt

Der Butler will nicht mehr dienen… Valtteri Bottas hat am Rennsonntag in Zandvoort den ersten Schritt in die neue Unabhängigkeit gewagt.

Sein Ungehorsam beim Großen Preis der Niederlande war der letzte Beweis: Der Finne wird Mercedes verlassen und zu Alfa Romeo wechseln. Dort ersetzt er seinen Landsmann Kimi Räikkönen. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Was SPORT1 bereits berichtete, hat nun auch der Rennstall offiziell bekanntgegeben. Demnach wechselt Bottas in der kommenden Saison zu Alfa Romeo und unterzeichnet einen Vertrag über mehrere Jahre.

Das teilte das einstige Sauber-Team aus der Schweiz am Montag mit.

Klar ist damit auch: Nur dieser Umstand erlaubte es Bottas, den Mercedes-Kommandostand zu ärgern, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen.

Hintergrund: Kurz vor Rennende wurde er noch mal zum Reifenwechsel beordert. Normalerweise passiert das, wenn der Pilot anschließend die schnellste Rennrunde drehen soll. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Bottas musste eingebremst werden

Doch die gehörte inklusive des wichtigen WM-Punkts bis dato Lewis Hamilton. Bottas gab trotzdem Gas und musste von Mercedes-Chefstratege James Vowles höchstpersönlich eingebremst werden.

Brisant: Bottas lupfte zwar, schnappte sich aber dennoch die Bestzeit. Kurz jedenfalls, denn Hamilton konterte und war am Ende noch mal 1,5 Sekunden schneller. (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

„Ich habe in Sektor eins und zwei voll gepusht, aber dann habe sie mich gebeten, am Ende der Runde langsam zu machen“, berichtet der Finne. „Ich habe dann nur noch etwas rumgespielt. Ich wusste, dass es mit einem ordentlichen Lupfer im letzten Sektor für ihn reichen würde. Also kein Drama.“

Wolff spielt Vorfall herunter

Mercedes-Teamchef Toto Wolff spielt den Vorfall herunter. „Da war er etwas frech“, räumt der Wiener ein. „Er wollte einfach zeigen, dass er die Pace hat. Das war verständlich.“

Für Matthias Lauda ist der Fall damit nicht ganz abgehakt. Er kritisiert Butler Bottas dafür, dass der schon vor Ablauf seines Vertrags den Dienst quittiert.

Der Sohn des ehemaligen Mercedes-Aufsichtsratschefs Niki Lauda bei Servus TV: „Ich fand das wirklich schwach von Valtteri. Er fährt seit Jahren für das Team, sie haben ihm viel Geld gezahlt und eine schöne Karriere ermöglicht. Das war eine ganz klare Ansage an ihn und er ignoriert sie einfach. In der WM geht es um jeden Punkt, da kann so eine Aktion am Ende entscheiden.“ (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

Bottas kann das eigentlich egal sein. Für ihn muss die Aktion wie der erste Schritt in die Freiheit gewirkt haben. Immer wieder hatte er betont, Hamilton herausfordern zu wollen. Geschafft hat er es nur selten.

Neun Mercedes-Siege gehen auf sein Konto. Legendär die Antwort an seine Kritiker nach dem Erfolg in Australien 2019. „Wer sich angesprochen fühlt: F… Euch!“, ließ er seinen Gefühlen da am Boxenfunk freien Lauf. Ähnlichen Kultstatus erreichte aber auch der Funkspruch von Vowles in Russland 2019, als der in Führung liegende Mercedes-Pilot Teamkollege Hamilton den Sieg schenken musste.

Russell löst Bottas ab

Freiwillig endet die Dienstzeit des Hamilton-Butlers allerdings nicht. Mercedes-Teamchef Toto Wolff befördert Junior George Russell ins Werksteam.

Fest steht schon jetzt: Der junge Brite wird Hamilton nicht willenlos hinterherfahren. Er will die Ära des siebenmaligen Champions bei Mercedes beenden. Eine Aufgabe, die für Bottas zu groß war.

Immerhin: Bei Alfa Romeo kann er erstmals seit 2017 wieder frei auffahren. Dort wird er die Nummer eins sein. Denn an seiner Seite werden Formel-E-Champion Nyck de Vries oder Formel-2-Pilot Theo Pourchaire gehandelt. Beide wären Rookies in der Formel 1.




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