Kommentar: Es gibt Hoffnung für das Haus der Statistik

Haus der Statistik

Dass mitten in der Hauptstadt eine bundeseigene Immobilie seit Jahren vor sich hin gammelt, befremdet schon lange. Deshalb ist es zu begrüßen, dass der Verkauf des Hauses der Statistik am Alexanderplatz an das Land Berlin nun so gut wie perfekt ist. Der Senat will es sich fast 140 Millionen Euro kosten lassen, das bis zu elfgeschossige Gebäude mit der langen Fassade zur Otto-Braun-Straße zu kaufen und zu sanieren. Es wird Zeit, dass sich an diesem zentralen Ort der Stadt endlich etwas tut.

Was genau die Bürger für das viele Steuergeld dort bekommen werden, ist noch Gegenstand von Verhandlungen. Eine Bürgergruppe mit vielen Unterstützern im Bezirk Mitte, bei Grünen und Linken möchte einen bunten Ort mit Kultur, Sozialprojekten, Integrationsangeboten, Wohnraum für Flüchtlinge und sozial schwache Familien.

Die Ursprungsidee aus Zeiten der akuten Flüchtlingskrise, dort 1000 Asylsuchende unterzubringen, ist zwar vom Tisch. Nicht aber das Interesse, in dem Stahlskelettbau aus DDR-Zeiten alternative Stadtentwicklung auszutesten. Dagegen steht das Interesse des Finanzsenators, für das viele Geld Flächen für die wieder wachsenden Behörden des Landes zu gewinnen und Mietflächen freiziehen zu können.

Ein Kompromiss scheint aber möglich. Schließlich ist das Gebäudeensem­ble hinreichend groß und untergliedert, um unterschiedliche Nutzungen dort unterzubringen. Rot-Rot-Grün hat die Latte hoch gelegt für das Haus der Statistik. Insofern gibt es Hoffnung, dass kein öder Büroklotz am zugigen Ale...

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