Alexander Albon erklärt, wie er von P6 kommend nur Zwölfter wurde

Stefan Ehlen
·Lesedauer: 4 Min.

Christian Horner spricht von einem "schwierigen" Rennen für Alexander Albon in Portimao. Und er deutet auch an: Da muss mehr kommen, schon nächste Woche in Imola. Denn Albon hat beim Portugal-Grand-Prix von Startplatz sechs aus nur Position zwölf belegt und blieb ohne Punkte, während sein Red-Bull-Teamkollege Max Verstappen als Dritter auf das Podium fuhr.

"Da gibt es einiges, was wir uns anschauen müssen", meint Horner. "Und Alex muss natürlich schon in knapp einer Woche zurückschlagen."

Wie sehr Albon bei Red Bull unter Zugzwang steht, das sagte Horner nicht explizit, nur, dass er mehr erwartet von seinem Formel-1-Fahrer, dessen größte Schwachstelle in Portimao der Reifenverschleiß gewesen sei. "Warum der bei ihm deutlich größer ausgefallen ist, das müssen wir erst noch herausfinden", sagt der Teamchef.

Albons schwieriger Start ins Rennen

Albon habe sich von Anfang an schwergetan im Rennen. "Er hatte Probleme damit, die Reifen auf Temperatur zu bringen, und lag nach Runde eins nur an elfter Stelle", erklärt Horner. Albon selbst gibt an, damit seine Chancen "ein bisschen" in den Sand gesetzt zu haben. Und er verweist darauf, dass auch Verstappen schlecht losgekommen sei.

Doch während Verstappen von Startplatz drei aus nur bis auf Rang fünf zurückfiel, ging es für Albon deutlich weiter zurück. Und Verstappen gelang es schließlich auch, die verlorenen Positionen wieder gutzumachen.

Anders Albon. Er machte im Rennen kaum Fortschritte. Horner: "Da denkt man sich: 'Okay, jetzt erst mal Temperatur in die Reifen bringen und dann schauen wir weiter.' Alex hing dann aber im Verkehr fest und seine Reifen entwickelten viel Graining."

Die Alternativstrategie schlägt fehl

Red Bull reagierte darauf, indem Albon früh zu einem Reifenwechsel an die Box beordert wurde. Statt nochmals Soft gab man ihm Medium mit, damit er damit würde durchfahren können. Doch dieser Plan ging ebenfalls nicht auf.

Alex Albon, Red Bull Racing RB16 , Esteban Ocon, Renault F1 Team R.S.20

Alex Albon, Red Bull Racing RB16 , Esteban Ocon, Renault F1 Team R.S.20<span class="copyright">Glenn Dunbar / Motorsport Images</span>
Alex Albon, Red Bull Racing RB16 , Esteban Ocon, Renault F1 Team R.S.20Glenn Dunbar / Motorsport Images

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Alex Albon, Red Bull Racing RB16

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Alex Albon, Red Bull Racing RB16Charles Coates / Motorsport Images

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Alex Albon, Red Bull Racing Sam Bloxham / Motorsport Images

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Alex Albon, Red Bull Racing RB16

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Alex Albon, Red Bull Racing RB16Sam Bloxham / Motorsport Images

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Alex Albon, Red Bull Racing RB16Mark Sutton / Motorsport Images

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Alex Albon, Red Bull Racing RB16, Pierre Gasly, AlphaTauri AT01

Alex Albon, Red Bull Racing RB16, Pierre Gasly, AlphaTauri AT01<span class="copyright">Mark Sutton / Motorsport Images</span>
Alex Albon, Red Bull Racing RB16, Pierre Gasly, AlphaTauri AT01Mark Sutton / Motorsport Images

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"Mit Medium hatte Alex zwar eine ordentliche Pace und schloss zur Gruppe vor ihm auf, aber dabei gingen seine Reifen so sehr in die Knie, dass wir ihn noch einmal hereinholen mussten, weil es nicht bis zum Ende gereicht hätte", sagt Horner. "Er bekam also noch einen weiteren Satz Soft. Dann lag er aber so weit zurück, dass es schwierig wurde für ihn."

Albon selbst meint, er habe praktisch das gesamte Rennen "im Getriebe von anderen Fahrzeugen" verbracht. Große Sprünge blieben deshalb aus und Albon wurde nur einmal und Boxenstopp-bedingt auf Position acht gewertet, sonst fuhr er kaum in den Top 10.

Warum Albon nicht überholen konnte

Warum er nicht mehr Positionen habe gutmachen können? Weil das Überholen in Portimao grundsätzlich schwierig sei, so sagt Albon. "Das wussten wir. Ich hatte aber auch noch große Probleme in Kurve 14, der Zielkurve. Ich konnte nicht nah genug dranbleiben, als dass ich vor Kurve 1 eine Chance gehabt hätte. Und das war's dann leider."

"Die Pace, das Auto, das war wirklich gut. Ich konnte es nur nicht nutzen", meint der Red-Bull-Fahrer. "Jetzt müssen wir das abhaken und weitermachen nächste Woche."

Sollten dann Albons unmittelbare Verfolger in der Formel-1-Fahrerwertung, Pierre Gasly und Carlos Sainz, wieder so gut punkten wie zuletzt, dann könnte Albon ganz ans Ende der Top 10 abrutschen. Verstappen dagegen ist WM-Dritter, mit rund zweieinhalb mal so vielen Punkten wie Albon.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.