Alejandro Agag: So stehen die Chancen für Scuderia E

Markus Lüttgens

In Mitten der Corona-Krise, die im Motorsport bisher hauptsächlich für negative Schlagzeilen sorgte, platzte in der vergangenen Woche eine überraschende positive Nachricht. Der italienischer Geschäftsmann Gianfranco Pizzuto kündigte an, dass er mit einem Team namens Scuderia E ab der Saison 2021/22 an der Elektro-Rennserie teilnehmen will.

Von dieser Ankündigung wurde offenbar auch Seriengründer und Formel-E-Vorsitzender Alejandro Agag ein wenig überrascht. "Ich habe eine E-Mail von diesen Leuten bekommen, dass sie ein Formel-E-Team haben wollen", sagt der Spanier im Videointerview mit 'e-formel.de'.

Laut Agag stehen die Chancen auf einen baldigen Einstieg von Scuderia E aber nicht allzu gut. Allein aus einem formalen Grund. "Es gibt zwölf Formel-E-Teams, mehr Teilnehmer dürfen wir nicht zulassen. Denn wir haben eine Vereinbarung mit den Teams, dass nur zwölf sein dürfen", erklärt er.

Daher gäbe es für Pizzuto aktuell nur einen Weg, um in die Serie zu kommen. "Wenn sie also wirklich ein Team haben wollen, müssten sie sich an eines der anderen Teams wenden und es kaufen", so Agag.

"Aber soweit ich weiß, möchte momentan niemand verkaufen. Außerdem sind die Preise für ein Formel-E-Team sehr nach oben gegangen", so der Spanier weiter. "Sie müssten also einen dicken Scheck unterschreiben."

Auch wenn er selbst das Interesse an seiner Serie momentan nicht befriedigen kann, werte Agag dies als positives Signal. "Es ist gut, dass es ein solches Interesse gibt. Wir haben ständig viele Interessenten, aber sie machen das nicht öffentlich."

Mit Bildmaterial von LAT.