Aleix Espargaro: Was Aprilia für 2021 besser machen muss

Juliane Ziegengeist
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Auch 2020 bildete Aprilia das Schlusslicht der MotoGP. Nur dreimal drang der Hersteller mit Aleix Espargaro in die Top 10 vor und blieb einmal mehr deutlich hinter den eigenen Erwartungen zurück. Dabei war die Hoffnung groß, im zweiten Jahr mit Rennchef Massimo Rivola die Früchte der Umstrukturierungen zu ernten.

Doch die bei den Vorsaisontests noch so hoch gelobte RS-GP 2020 konnte gegen die Konkurrenz wieder nicht viel ausrichten. Was gefehlt hat und woran für diese Saison unbedingt gearbeitet werden muss, kann Espargaro klar benennen.

"Wo wir wirklich zulegen müssen, ist in der Beschleunigung. Unsere Konkurrenten sind in diesem Punkt deutlich stärker als wir", hält der Spanier fest und analysiert: "Ich denke, es geht um einen Kompromiss zwischen mehr Drehmoment im unteren Drehzahlbereich plus ein bisschen besserem Grip."

Espargaro: Verlieren in jeder Beschleunigungsphase

"Außerdem glaube ich, indem wir etwas mehr Abtrieb gewinnen, können wir auch die Beschleunigung verbessern", sagt der Aprilia-Pilot weiter. "Denn manchmal können wir sehen, dass wir nicht in der Lage sind, all die Leistung, die uns zur Verfügung steht, zu nutzen. Manchmal, wenn wir mehr Grip haben, ist es besser, aber dann fehlt es an Leistung. Es ist also eine Kombination."

Das Hauptaugenmerk müsse aber auf der Beschleunigung liegen: "Denn die Aprilia verliert in jeder Beschleunigungsphase an Boden, vor allem im ersten und zweiten Gang."

Bei einem privaten Test, den Aprilia direkt im Anschluss an das MotoGP-Saisonfinale absolvierte, konnten Espargaro und Testfahrer Bradley Smith bereits Hand an einen weiterentwickelten Prototypen für 2021 legen, um an diesen Problemen zu arbeiten. Da Aprilia Konzessionen besitzt, darf es auch privat mit Stammfahrern testen.

Zweiter Fahrer unklar: Keine leichte Situation für Aprilia

Wer den Platz neben Espargaro einnehmen wird, nachdem Andrea Iannones Dopingsperre verlängert wurde, ist noch unklar. Die Wahl soll zwischen Smith und Lorenzo Savadori fallen, der die zweite Aprilia für die letzten drei Rennen 2020 pilotierte.

Espargaro weiß: "Mit dem Iannone-Fall und dem Wechsel von Bradley auf Savadori zum Saisonende ist es keine einfache Situation für Aprilia. Noch ist nicht klar, wer den Platz neben mir in der nächsten Saison einnehmen wird. Ich hoffe, dass sie es bestmöglich lösen werden, aber es ist gewiss nicht leicht."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.