Aldis neuer Milliarden-Plan ist die nächste Kampfansage des Discounter-Riesen an Lidl

Stefanie Kemmner
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Während sich die Discounterkette Lidl seit der ersten Filialeröffnung in den USA im Sommer voll auf ihre weltweite Expansion konzentriert, blickt dessen größte Konkurrenz Aldi Süd und Aldi Nord wieder verstärkt auf den Heimatmarkt.

Nachdem Aldi Nord bereits im Juli Investitionen in Höhe von 5,2 Milliarden Euro für die Modernisierung ihrer 2.300 Filialen angekündigt hatte, will jetzt auch Aldi Süd bis zum Jahr 2019 rund 3,5 Milliarden Euro in das Deutschland-Geschäft investieren. Das berichtet die „Lebensmittelzeitung“ („LZ“). Auch Aldi Süd wolle damit die Discounter modernisieren und die Infrastruktur verbessern. Es sei „das größte Investitionsprogramm der Firmengeschichte“, erklärte der Discounter gegenüber der „LZ“.

Keine Auswirkungen auf die Preispolitik

Trotz der hohen Kosten für die Umbaumaßnahmen will Aldi nichts an seiner Preispolitik ändern, wie Lidl, Rewe und Co. vielleicht hoffen. Ganz im Gegenteil: Die Discounterkette wolle ihre Position als preiswürdiger Discounter „verteidigen und weiter gezielt ausbauen“, erklärte Aldi Süd gegenüber der „LZ“. „Dafür akzeptieren wir vorübergehend auch bewusst ein gebremstes Ergebniswachstum.“ — eine klare Kampfansage an die Konkurrenz.

Die Aldi-Ketten Süd und Nord arbeiten nun seit einiger Zeit gemeinsam an ihrem neuen Konzept, die Filialen moderner zu gestalten und das Sortiment zu erweitern. Inzwischen gibt es bei den Discountern mehr frische Ware wie Obst und Gemüse oder Backwaren. Auch mit Aktionen mit günstigen Markenartikeln setzt Aldi die Konkurrenz unter Druck. Mit zusätzlichen gemeinsamen Werbekampagnen versucht die Kette nun auch eine jüngere und größere Zielgruppe anzusprechen — offenbar mit Erfolg.

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