Aldi Süd: Rendite des Discounters hat sich in Deutschland halbiert

Aldi Süd kämpft im Deutschlandgeschäft mit geringer werdenden Margen. (Bild: AP Photo)

Die Umsatzrendite aus dem Deutschlandgeschäft halbierte sich für Aldi Süd im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr.

Wie das „Manager Magazin“ berichtet, hat Aldi Süd im Deutschlandgeschäft mit immer geringer werdenden Margen zu kämpfen. Demnach sei die Umsatzrendite des Konzerns 2017 im Vergleich zu 2016 auf 1,7 Prozent gesunken. Im Dezember des letzten Jahres wurde eine negative Rendite von 2,87 Prozent verzeichnet. Dabei sei der Weihnachtsmonat traditionell einer der umsatzstärksten des Jahres.

Das Magazin bescheinigt dem Unternehmen ein „mangelndes Kostenbewusstsein“. Es wird ebenfalls vermutet, dass es unter ständigen Managerwechseln leide. Obwohl der deutsche Markt für Aldi Süd der weltweit wichtigste sei, gab es neun Monate lang keinen offiziellen Deutschlandchef. Dafür habe sich die Anzahl der Mitglieder des für Deutschland zuständigen Verwaltungsrates im letzten Jahr von drei auf sechs verdoppelt.

Insgesamt erwirtschafteten die 43.400 deutschen Mitarbeiter im letzten Jahr 16,53 Milliarden Euro, was rund ein Drittel der globalen Bruttoerlöse des Unternehmens ausmacht. Gleichzeitig musste Aldi Süd stark in Personalkosten investieren: Während diese 2016 noch 8,34 Prozent vom Bruttoumsatz ausmachten, wurden im Jahr darauf 10,14 Prozent dafür verwendet.