Aldi, Penny, Lidl & Co.: Die Discounter-Lebkuchen im Yahoo! Finanzen-Test

Wie gut schmecken die Discounter-Lebkuchen? Wir haben sie probiert! (Bild: ddp)

Lebkuchen sind das beliebteste Weihnachtsgebäck der Deutschen. Weil der Begriff aber nicht geschützt ist, gibt es enorme Unterschiede in der Qualität und beim Preis. Ist teuer wirklich besser? Wir haben den Test gemacht!

Wer mit einem Nürnberger Elisenlebkuchen schon einmal das Original probiert hat, wird bei den Angeboten im Discounter wahrscheinlich kritisch die Augenbrauen hochziehen – zu Recht: Weil der Begriff „Lebkuchen“ nicht geschützt ist, darf sich so gut wie jedes Produkt als solchen bezeichnen. Eine Ausnahme gibt’s lediglich bei den „Nürnberger Lebkuchen“, die nach EU-Recht geschützt sind und sich nur so nennen dürfen, wenn sie tatsächlich in Nürnberg hergestellt werden.

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Yahoo! Finanzen wollte wissen: Müssen gute Lebkuchen auch wirklich teuer sein oder können die Discounter mit dem Original mithalten? Getestet wurden fünf Discounter-Produkte, wobei unsere fünf Tester natürlich nicht wussten, welches Weihnachtsgebäck ihnen serviert wurde.

Penny: Mini-Elisenlebkuchen mit Vollmilchschokolade von Wicklein

Die Größe hat alle Tester überzeugt und auch beim Geschmack schneiden die Penny-Lebkuchen erstaunlich gut ab. (Bild: Yahoo! Finanzen)

Süßigkeiten im XS-Format sind auf dem Vormarsch: Mini-Gummibärchen, Mini-Schokolade, Mini-Kekse… Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis jemand auf die Idee kommt, auch XS-Lebkuchen feilzubieten. Die kleinen Winterleckereien kommen bei unseren Testern gut an, denn sie sind sich einig: ein Lebkuchen in Normalgröße ist dann doch oft zu mächtig.

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Und auch beim Geschmack erfüllt der Elisenzwerg alle Ansprüche: Eine runde Mischung aus Schokolade, Nuss, zarten Fruchtnoten und Gewürzen wie Zimt, Nelke und Orangeat bringt dem Penny-Lebkuchen vier von fünf Sternen in der Gesamtwertung ein.

Preis: 2,99 Euro

Inhalt: 150 Gramm

Gesamtwertung: ****

Fazit: Die Mini-Elisenlebkuchen von Penny sorgen durch ihr XS-Format für entzückte „Ooohs“ und „Aaahs“ und kommen in Sachen Geschmack bei Vollmilch-Fans richtig groß raus.

Lidl: Feine Oblatenlebkuchen von Favorina

Der Verlierer im Test ist der Oblatenlebkuchen von Lidl. (Bild: Yahoo! Finanzen)

Ein winziges Stückchen von den Lidl-Lebkuchen reicht – und die Tester sehnen sich nach einer deftigen Pizza zum Neutralisieren des zuckersüßen Geschmacks. Die „penetrante Zuckerglasur“ dominiert alle anderen Zutaten, sollten denn überhaupt welche vorhanden sein. Unsere Testesser können weder die Nuss noch Schokolade herausschmecken, von Gewürzen einmal ganz abgesehen. Zudem klebt die Oblate, die von der Konsistenz her eher an Gummi erinnert, unangenehm an den Zähnen. Für das Gesamtgeschmackserlebnis bekommt der Discounter-Lebkuchen deshalb nur einen von fünf möglichen Sternen.

Preis: 1,79 Euro

Inhalt: 300 Gramm

Gesamtwertung: *

Fazit: Dann lieber zum Päckchen Zucker greifen, das ist günstiger und bringt das gleiche Geschmackserlebnis!

Aldi: Nürnberger Elisenlebkuchen

Die volle Nuss- und Mandeldröhnung steckt in den Nürnberger Elisenlebkuchen von Aldi. (Bild: Yahoo! Finanzen)

Mit „31 Prozent Nüssen und Mandeln“ wirbt die Verpackung der Nürnberger Elisenlebkuchen. Ein Versprechen, das der Geschmack einhält. Alle fünf Tester schmecken Nüsse und Mandeln zuerst heraus, wobei das nicht jedermanns Sache ist: Drei Testesser empfinden die volle Nuss-Dosis als zu dominant, die anderen als genau richtig.

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Auch von der kräftigen Orangeat-Note zeigen sich nur drei Personen angetan. Bei der Konsistenz gibt es Minuspunkte, weil alle Tester den Lebkuchen als zu trocken empfinden. Fünf Sterne fährt sich der einzige Nürnberger unserer Testreihe für seine Optik ein, die als „traditionell“ gelobt wird.

Preis: 2,99 Euro

Inhalt: 300 Gramm

Gesamtwertung: ***

Fazit: Fans von Nüssen und Mandeln werden diesen Lebkuchen genießen, wenn sie auch mit einer kräftigeren Orangeat-Note klarkommen. Der recht trockenen Konsistenz könnte ein Tässchen Glühwein gekonnt entgegenwirken.

Edeka: Bio-Mandellebkuchen von der Gottschaller Biohofbäckerei

Unser Testsieger! Der feine Bio-Lebkuchen von Edeka war zwar der teuerste im Test, schmeckt mit Abstand aber auch am besten. (Bild: Yahoo! Finanzen)

Bei diesem handgefertigten Bio-Lebkuchen kommen unsere Tester regelrecht ins Schwärmen – obwohl sie natürlich nicht wissen, dass sie gerade den teuersten Lebkuchen unserer Testreihe vor sich sehen: „So muss ein Lebkuchen aussehen“, „wie handgemacht“, „fast zu schön, um reinzubeißen“ sind die begeisterten Kommentare. Während bei den anderen Discounter-Lebkuchen oft nur das Nötigste gegessen wurde, greifen hier alle Tester herzhaft zu und bewerten den Geschmack als angenehm nussig und weihnachtlich.

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Die Süße empfinden alle als gelungen und auch die Komposition aus mildem Orangeat und Zimt kommt extrem gut an. Mit fünf Sternen ist dieser Lebkuchen unser Testsieger.

Preis: 6,49 Euro

Inhalt: 225 Gramm

Gesamtwertung: *****

Fazit: Besser hätte das Mutti auch nicht hinbekommen!

Rewe: Contrella Classic von Weiss

Der günstigste Lebkuchen unserer Testreihe kommt bei unseren Feinschmeckern nicht gut an. (Bild: Yahoo! Finanzen)

Dass die Contrella-Lebkuchen von Rewe die billigsten unserer Testreihe sind, wissen unsere Feinschmecker natürlich nicht – das hilft aber leider auch nicht: „Billige Schokolade“, „viel zu süß“ und „zu trocken“ lauten die vernichtenden Kommentare. Dass das Rewe-Gebäck dann doch noch mit zwei Sternchen davonkommt, hat es seiner lockeren Konsistenz und der zarten Nelkennote zu verdanken, die bei vielen anderen Lebkuchen gefehlt hat.

Preis: 0,99 Euro

Inhalt: 200 Gramm

Gesamtwertung: **

Fazit: Nicht unfassbar schlecht, aber schlecht genug. Die von billiger Schokolade überzogene Oblate dominiert leider den Geschmack.

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