Aldi geht mit einer längst überfälligen Entscheidung gegen Lebensmittel-Verschwendung vor

Stefanie Kemmner
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Jedes Jahr werden Millionen von Tonnen verzehrbarer und eigentlich einwandfreier Lebensmittel weggeworfen oder kommen gar nicht erst in den Handel.

Vor allem Obst und Gemüse, das durch äußerliche Makel nicht der Norm entspricht — krumme Karotten oder unförmige Äpfel — wird bereits vor dem Verkauf aussortiert, obwohl das Aussehen keinerlei Auswirkungen auf den Geschmack hat.

Grund dafür sind die Vorgaben der Vereinten Nationen, nach denen Obst und Gemüse in die verschiedenen Handelsklassen eingeteilt wird. Möhren, die in unseren Supermarkt-Regalen landen, sind in der Regel aus der Klasse „Extra“ und dürfen deshalb „keine Mängel aufweisen, mit Ausnahme sehr leichter oberflächlicher Fehler“, wie es in den Vorgaben heißt.

Zwar werden die Lebensmittel mit Schönheitsfehlern nicht alle gleich weggeworfen, sondern an Suppenfabriken, Tierfutterproduzenten oder Safthersteller verkauft, aber zum Nachteil der Landwirte zu einem deutlich niedrigeren Preis. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, gibt es auch viele Landwirte, die Maschinen haben, welche die Qualität des Obst und Gemüses überprüfen, sodass beispielsweise unförmige Kartoffeln gleich wieder untergepflügt werden.

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