Albinismus, Brandwunden und Schuppenflechte: Modelabel startet Kampagne mit ganz besonderen Models

Hannah Sommer
Freie Autorin für Yahoo Style
In seiner neuen Kampagne zelebriert das Modelabel Missguided körperliche Makel statt sie zu kaschieren. (Bild: Missguided)

Megaschlank, perfekte Figur, keine Makel – solche Models kommen Missguided nicht vor die Kamera. Im Gegenteil: Das Onlinelabel setzt in seiner neuen Kampagne vor allem auf vermeintlich imperfekte Körper.

Mit seiner neuen Kampagne #InYourOwnSkin (deutsch: In deiner eigenen Haut) schickt der britische Online-Modehändler Missguided ausschließlich Models mit kleinen Makeln beziehungsweise, wie es das Label selbst nennt, “was die Branche als ‘Makel’ einschätzt” vor die Kamera. Damit führt es fort, was es 2017 begonnen hat. In der damaligen Aktion #MakeYourMark kündigte das Label an, Dehnungsstreifen nicht mehr retuschieren zu wollen. Nun geht es einen Schritt weiter in dem Bestreben, Schönheitsideale anzufechten.


„Lerne sechs Frauen auf einer Mission kennen, die es mit der Einstellung der Welt gegenüber Beauty aufnehmen und Frauen auf der ganzen Welt dazu inspirieren wollen, sich selbst zu lieben, für sich selbst. Entdecke die #inyourownskin-Kampagne in unserem Link #BLEIBDUSELBST“

Im Zentrum der aktuellen Kampagne stehen sechs Models, die mit Albinismus geboren wurden oder unter Schuppenflechten oder der Schmetterlingskrankheit – also unter extrem dünner Haut – leiden, schreibt Missguided. Außerdem gehören dazu Frauen, die mit Brandverletzungen leben oder Tattoos oder Sommersprossen haben.


“Feiert #inourownskin ✨ Als Teil unserer #KEEPONBEINGYOU-Bewegung, haben wir uns mit einer Gruppe von Babes zusammengetan, die zelebrieren, was die Branche als “Makel” einschätzt. Denn sch*** auf Perfektion, es gibt sie nicht. Link in Bio, um die Kampagne zu sehen.”

Ziel ist es, zu zeigen, dass Schönheit nicht nur die Perfektion ist, die uns die Modebranche normalerweise vorgaukelt. #InYourOwnSkin dreht sich um Selbstliebe, Selbstwert und darum, sich wohl in seinem Körper zu fühlen, wie perfekt oder scheinbar unvollkommen er eben ist. Damit reiht sich die Werbeaktion in die wachsende Zahl an Body-Positivity-Kampagnen wie der des Online-Shops Asos ein.