E-Mail-Enthüllung: UEFA wegen Neymar besorgt

Neymar und Kylian Mbappe sind die Star-Neuzugänge bei Paris Saint-Germain

Die UEFA befindet sich wegen der ausufernden Summen auf dem Transfermarkt offenbar in Alarmstimmung.

Der Spiegel zitierte am Freitag aus der E-Mail eines ranghohen Juristen der Europäischen Fußball-Union, die der Enthüllungsplattform "Football Leaks" zugespielt wurde. Darin heißt es: "Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass das Spielertransfersystem außer Kontrolle geraten ist. Es fördert nicht die sportliche Balance, es sorgt nicht für eine Verteilung des Wohlstands, und man erreicht damit auch keinerlei Stabilität in den Verträgen."

UEFA-Anwalt: Zustände wie im 19. Jahrhundert

Der Jurist vergleicht den aktuellen Fußballmarkt in dem Schreiben mit dem "Raubtierkapitalismus des 19. Jahrhunderts in Amerika".

Die E-Mail wurde offenbar wenige Tage nach dem Weltrekordtransfer von Neymar verfasst, der Anfang August für 222 Millionen Euro vom FC Barcelona zu Paris Saint-Germain gewechselt war.

"Football Leaks" veröffentlichte parallel Vertragsinhalte der Brasilianers, der bei der Wahl zum Weltfußballer unter den drei Finalisten ist.


Demnach kassiert Neymar bei PSG ein festes Monatsgehalt von 3.069.520 Euro, Inhalte zu den Prämien veröffentlichte die Plattform nicht. Beim FC Barcelona verdiente Neymar in der vergangenen Saison inklusive Prämien etwa 54 Millionen Euro, das wären noch 8,5 Millionen mehr als Superstar Lionel Messi.

Barca selbst wollte sich zu den Vertragsinhalten nicht äußern.