FCK distanziert sich von Hass-Plakaten

Torwart Marius Müller wechselte vor der Saison zurück von RB Leipzig nach Kaiserslautern

Die Verantwortlichen des Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern haben sich von dem Inhalt des beim Auswärtsspiel in Nürnberg im Gästeblock gezeigten Plakates distanziert.

Vor dem Spiel bei den Franken war vor dem Lauterer Fanblock ein Plakat aufgehängt, das kein gutes Haar an Torwart Marius Müller und Gino Fechner ließ. Die beiden Spieler wechselten vor der Saison von RB Leipzig nach Kaiserslautern


"Schon wieder nicht auf den Charakter geschaut. Müller und Fechner, seht zu, dass ihr abhaut", lautete der Schriftzug.

An Müller schien der Wirbel um seine Rückkehr nicht spurlos vorbeigegangen zu sein: Der FCK-Keeper verschuldete die ersten beiden Gegentore.

"Kontraproduktiv und nicht zu akzeptieren"

"Dass zwei Spieler des 1. FC Kaiserslautern kurz vor Anpfiff des ersten Saisonspiel von Teilen der eigenen Fans auf diese Art und Weise angegangen werden, ist kontraproduktiv und im Sinne des Vereins nicht zu akzeptieren. Hier wurde von der für dieses Banner verantwortlichen Fangruppe „Pfalz Inferno“ eine Grenze überschritten, Spieler des eigenen Vereins diffamiert und fahrlässig eine Spaltung in der Fangemeinde und Unruhe im Verein in Kauf genommen. Werte wie Respekt und Zusammenhalt, die den FCK seit Jahrzehnten begleiten und die gerade von den Fans immer wieder gefordert werden, wurden mit Füßen getreten", steht unter anderem in einer schriftlichen Stellungnahme des 1. FCK.

"Wir sind überzeugt, dass die große Mehrheit der FCK-Fans mit uns einer Meinung ist, solche Aussagen gegenüber den eigenen Spielern nicht zu tolerieren. Dies haben uns viele Fans auch in zahlreichen Zuschriften mitgeteilt", wird der Vorstandsvorsitzende Thomas Gries zitiert.