Akuter Personalmangel - Etliche Überstunden: Münchens Polizei kämpft am Limit

Ralph Hub

Der Ruf als eine der sichersten Großstädte in ganz Europa ist teuer erkauft. Die rund 5.700 Beamten in München schieben einen gigantischen Berg an Überstunden vor sich her.

München - Die Münchner Polizisten schuften bis zum Anschlag – und das bereits seit vielen Jahren. Die Arbeit wird sogar noch mehr, weil München weiter wächst. Jedes Jahr ziehen im Schnitt rund 30.000 Menschen nach München. Zum Vergleich, das sind fast doppelt so viele Menschen, wie Wolfratshausen Einwohner hat.

Die personelle Ausstattung des Polizeipräsidiums hält da nicht mit. Rund 5.700 Beamte beträgt die Soll-Stärke. Tatsächlich verfügbar sind aber etliche Hundert weniger. Ein Teil des Personals ist auf Fortbildung, in Elternpause, Krankheit oder aus sonstigen Gründen nicht im Dienst.

Die verbleibenden Kollegen müssen das ausgleichen. Mit dem Ergebnis, dass sich bei der Münchner Polizei ein gigantischer Überstundenberg auftürmt hat. 550.000 Stunden sind es laut aktuellen Zahlen aus dem Präsidium. "Damit sind wir in Bayern Spitzenreiter", sagt Jürgen Ascherl, Vize-Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft.
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