Aktivisten: Mindestens 21 Zivilisten bei Luftangriffen im Norden Syriens getötet

Zerstörtes Atareb

Mindestens 21 Zivilisten sind am Montag im Nordwesten Syriens nach Angaben von Aktivisten bei Luftangriffen getötet worden. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, waren unter den Opfern auch fünf Kinder. Demnach wurden dutzende Menschen bei dem Angriff auf den Markt der Stadt Atareb in der Provinz Aleppo verletzt, zahlreiche würden vermisst. Die Zahl der Toten könne deshalb weiter steigen.

Nach Angaben eines mit AFP zusammenarbeitenden Fotografen waren Häuser stark beschädigt und die Straßen mit Schutt bedeckt. Atareb befindet sich im Gegensatz zur Provinzhauptstadt Aleppo in der Hand von Rebellen. Die Türkei, Russland und der Iran, hatten sich in der Region eigentlich auf die Einrichtung einer sogenannten Deeskalationszone verständigt.

Wie die oppositionsnahe Beobachtungsstelle mit Sitz in London berichtete, wurde der Markt von Atareb von drei Angriffen getroffen. Die Organisation stützt sich auf ein Netzwerk von Freiwilligen in Syrien, ihre Angaben sind von unabhängiger Seite schwer zu überprüfen. Demnach war zunächst unklar, ob der Angriff vom syrischen Militär oder von Russland geflogen wurde.