Aktivisten loben Serbiens Umgang mit Flüchtlingen

Der Park Luke Ćelovića in Belgrad galt als der Ort, den Flüchtlinge als erstes aufsuchten, wenn sie nach Serbien kamen.

Dieser Kiosk war ein bekannter Platz, um Schmuggler zu treffen - heute allerdings nicht mehr.

Unser Reporter sagt: "Dieser Park im Zentrum von Belgrad war einst ein begehrter Treffpunkt von Flüchtlingen. Hunderte schliefen hier, so dass Einheimische den Park schon als Flüchtlingspark bezeichneten. Doch wie man sieht ist der Park heute leer."

Die serbischen Behörden ließen den Park von Flüchtlingen räumen. Stattdessen wurden die Migranten in Auffanglagern oder Jugendherbergen untergebracht.

Dieser junge Flüchtling ist aus Pakistan. Er hält sich seit vier Monaten in Serbien auf.

Er will nach Deutschland weiterreisen, ist aber blockiert - wegen der strengen Kontrollen an den Grenzen zu Kroatien und Ungarn.

In Belgrad operieren einige Hilfsorganisationen, die, wie Info Park, den Flüchtlingen Internet-Zugang und Informationen über ihre Rechte gibt.

Ein Aktivist erklärt, warum die strikte Flüchtlingspolitik von Kroatien und Ungarn Serbien zu einem Brennpunkt der Flüchtlingskrise werden lässt.

Allerdings stelle Serbien den Flüchtlingen humanitäre Hilfe zur Verfügung.

"Oft sind Flüchtlinge zu uns zurückgekehrt und haben erzählt, wie sie von kroatischen, ungarischen und manchmal rumänischen Sicherheitskräfte gewaltsam zurückgedrängt wurden. Die Polizei ging wirklich hart zur Sache", sagt der Aktivist Stefan Tatalovic.

Serbien werde zunehmend zu einem Transitland für Flüchtlinge - mit Vorteilen für beide Seiten. Die Flüchtlinge könnten von hier aus ihre Weiterreise organisieren, und Serbien könne damit seine Beziehung zur EU verbessern, indem es die EU-Flüchtlingspolitik unterstütze.

Der Aufenthalt der Migranten müsse kontrolliert und die Grenze geschützt werden - aber auf die serbische Weise, nämlich unter Respektierung der Menschenrechte und ohne Gewalt.