Aktivisten: Fünf Zivilisten bei russischen Luftangriffen in Syrien getötet

Rakete wird im Nordwesten Syriens abgefeuert

Bei russischen Luftangriffen sind im Nordwesten Syriens nach Angaben von Aktivisten mindestens fünf Zivilisten getötet worden. Wie die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Montag mitteilte, trafen die Angriffe in der Nacht auf Montag ein Dorf in der Provinz Aleppo. Unter den Todesopfern sei auch ein Kind. Die Zahl in Syrien getöteter Zivilisten innerhalb eines Tages sei damit auf 25 gestiegen, teilte die Beobachtungsstelle weiter mit.

Dem Angriff vom Montag waren den Angaben zufolge schwere Bombardierungen durch russische Truppen sowie durch Streitkräfte des syrischen Machthabers Baschar al-Assad in den Provinzen Aleppo und Idlib vorausgegangen. Dabei wurden der Beobachtungsstelle zufolge mindestens 20 Zivilisten getötet.

Seit Dezember gehen die syrischen Regierungstruppen mit Unterstützung Moskaus militärisch verstärkt gegen die überwiegend islamistischen Milizen in der Provinz Idlib vor. Assad ist entschlossen, das Gebiet wieder unter seine Kontrolle zu bringen. Die benachbarte Türkei, welche die Assad-Gegner unterstützt, hält dort mehrere Beobachtungsposten.

Mehr als 300 Zivilisten wurden bei den Angriffen bislang getötet, über eine halbe Million Menschen sind auf der Flucht.

Die Beobachtungsstelle hat ihren Sitz in Großbritannien und stützt sich auf ein Netzwerk von Informanten in Syrien. Ihre Angaben sind von unabhängiger Seite oft kaum zu überprüfen.