Aktionäre von Disney und Fox stimmen Mega-Fusion zu

Disney-Logo am Times Square in New York

Die Mega-Übernahme von großen Teilen des US-Medienkonzerns 21st Century Fox durch den Unterhaltungsriesen Disney ist einen weiteren wichtigen Schritt vorangekommen. Die Aktionäre beider Unternehmen stimmten am Freitag der Fusion zu. Disney-Chef Robert Iger zeigte sich darüber "unglaublich erfreut".

Disney hatte sich in einem Bieterwettbewerb um Fox gegen den US-Kabelgiganten Comcast durchgesezt. Disney schraubte dazu den Kaufpreis auf 71,3 Milliarden Dollar (61 Milliarden Euro) hoch. Vom Justizministerium in Washington als oberster Kartellbehörde des Landes wurde der Deal bereits Ende Juni genehmigt.

Durch die Übernahme wird die US-Unterhaltungslandschaft umgewälzt. Disney übernimmt von Fox die Filmproduktion der 20th-Century-Fox-Studios und auch einen bedeutenden Anteil an der Online-Videoplattform Hulu, mit der traditionelle US-Medienkonzerne populären Streamingdiensten wie Netflix und Amazon Video Paroli zu bieten versuchen.

Zum Disney-Imperium gehören bereits die gleichnamigen Filmstudios und Kabelsender wie Disney Channel, die Television Group mit Sendern wie ABC und dem Sportsender ESPN sowie Vergnügungsparks rund um die Welt.

21st Century Fox wiederum gehört bislang zum Imperium von Rupert Murdoch. Er will mit den ihm verbleibenden Teilen des Unternehmens ein "neues Fox" lancieren. Dazu werden unter anderem der von US-Präsident Donald Trump hochgeschätzte Nachrichtensender Fox News und diverse Sportsender gehören.