Aktiensparplan: 3 Gründe, wann er sinnvoll sein kann

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Chart, der Wachstum zeigt Märkten

Ein Aktiensparplan ist zumindest teilweise umstritten. Ich teile grundsätzlich die Einschätzung, dass man gebührentechnisch günstiger zum Zug kommen kann, wenn man direkt investiert. Ob der Vorteil der zeitlichen Diversifikation das aufwiegt? Kann man zumindest anzweifeln.

Allerdings könnte es trotzdem gewisse Umstände geben, wann ein Aktiensparplan sinnvoll ist. Hier ist jedenfalls mein Überblick über mögliche, für mich legitime Beweggründe. Vielleicht ja auch für dich interessant.

Aktiensparplan: Du möchtest ETFs hinter dir lassen

Ein erster Grund, warum ein Aktiensparplan grundsätzlich sinnvoll sein könnte, ist das Hinter-sich-Lassen von ETFs. Wer die Passivfondsbasis warum auch immer ablehnt und auf einzelne Aktien setzen möchte, ist hier möglicherweise an einer vielversprechenden Adresse.

Vor allem für Investoren, die trotzdem noch nicht den großen Sprung in einzelne Aktien wagen wollen, kann der eine oder andere Aktiensparplan ein sinnvoller Start sein. Allerdings: Wenn du dich intensiver mit einzelnen Werten beschäftigst, solltest du früher oder später womöglich mit Blick auf die Gebühren dieses Stadium der Sparpläne hinter dir lassen.

Das ist jedoch nicht der einzige Grund, warum ein Aktiensparplan plausibel sein könnte. Es gibt für mich noch zwei, drei andere, die ebenfalls relevant sein könnten.

Du möchtest automatisiert investieren

Vielleicht willst du auf einzelne Aktien setzen und bist eher der Muffel als Investor? Ganz ehrlich: Eine positive Einstellung, wenn es um das grundsätzliche Handeln angeht. Buy-and-Hold ist nach Foolishen Kriterien ein wichtiges Merkmal für langfristigen Erfolg.

Vielleicht kannst du dich jedoch auch nicht dazu aufraffen, regelmäßig einen Teil zu investieren. Auch in einem solchen Fall kann ein Aktiensparplan eine sinnvolle Ergänzung sein. Doch, bedenke: Der Kauf einer Aktie ist im Endeffekt nur ein winzig kleiner Teil. Alleine bei der Auswahl und der Analyse gehört jede Menge Research dazu. Bedenke daher, dass Faulheit möglicherweise gefährlich ist.

Wenn du jedoch insgesamt automatisiert nach der Analyse stets einen gewissen Teil deines Einkommens in mehrere Aktien investieren möchtest, warum nicht? Selbst wenn das womöglich ein gewisses Mehr an Gebühren kostet: Ein Aktiensparplan kann dazu führen, dass du auf Autopilot schältst und mit dem Cost-Average-Effekt ganz einfach deinen Vermögensaufbau bestreitest.

Aktiensparplan: Der Cost-Average-Effekt

Bleiben wir beim Stichwort Cost-Average-Effekt: Auch das ist nämlich ein weiterer Grund. Wir haben bereits erwähnt, dass ein Aktiensparplan dich zu durchschnittlichen Kursen investieren lässt. Es kann zugegebenermaßen bei defensiven Dividendenaktien müßig sein, diesen Ansatz zu wählen. Aber: Es gibt auch andere Aktien.

Insbesondere bei besonders dynamischen, volatilen Wachstumsaktien könnte ein Aktiensparplan ein guter Weg sein, um sich eine Position aufzubauen. Und das idealerweise, ohne zumindest gefühlt ein schlechtes Timing zu riskieren. Einige trend- und wachstumsstarke Aktien korrigierten schließlich zuletzt binnen Wochen und Monaten auch um die Hälfte. Manchmal sogar mehr.

Mit einem solchen Vorgehen geht man eben nicht direkt ins Risiko, sondern kann gemächlich seine Position aufbauen. Möglicherweise ein gewichtiger Vorteil, wenn es dir schwerfällt, die Volatilität mit einem höheren Volumen zu ertragen.

Der Artikel Aktiensparplan: 3 Gründe, wann er sinnvoll sein kann ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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