Aktienhandel auf Londoner UBS-Plattform bricht nach Brexit ein

Viren Vaghela
·Lesedauer: 1 Min.

(Bloomberg) -- Die Londoner Plattform der UBS Group AG hat wegen des Brexits fast 50% des europäischen Aktiengeschäfts an Konkurrenten in Amsterdam und Paris verloren.

Die Schweizer Bank hatte keinen neuen Standort für den Aktienhandel innerhalb der Europäischen Union eröffnet, sondern weiter auf ihre Londoner Plattform UBS MTF gesetzt. Dort ist nun das tägliche Aktienhandelsvolumen letzte Woche auf 307 Millionen Euro gesunken, wie aus Daten der Cboe Global Markets Inc. hervorgeht. Der Marktanteil halbierte sich auf nurmehr 0,8%.

Zwar betreffen diese Einbußen nur einen kleinen Teil des gesamten Aktiengeschäfts der Bank, doch sie unterstreichen Großbritanniens geschrumpfte Rolle beim Handel mit europäischen Aktien. Und diese Abwanderung aus London wird nach Ansicht der Chefs von Cboe Europe und Aquis Exchange Plc dauerhaft sein.

Seit dem Vollzug des Brexit am 31. Dezember ist es in der EU ansässigen Investoren untersagt, Aktien von Unternehmen wie Airbus SE oder BNP Paribas SA in London zu handeln. Lediglich britische und internationale Investoren sorgen für ein Restgeschäft mit EU-Aktien in der britischen Metropole. UBS hat als eine der wenigen großen Plattformen keinen EU-Standort als Brexit-Alternative etabliert.

Eine UBS-Sprecherin lehnte eine Stellungnahme ab.

Überschrift des Artikels im Original:UBS Venue Sees EU Stock Trade in London Cut in Half After Brexit

For more articles like this, please visit us at bloomberg.com

Subscribe now to stay ahead with the most trusted business news source.

©2021 Bloomberg L.P.