Aktien Wien Schluss: Verluste - Nordkorea-Konflikt sorgt für Unsicherheit

dpa-AFX

WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat den Handel am Montag mit etwas tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel um 0,44 Prozent auf 3245,22 Punkte. Europaweit gab es zum Wochenauftakt Kursverluste zu verbuchen. Für etwas Unsicherheit sorgte der sich wieder deutlich verschärfende Nordkorea-Konflikt. Das Land hat eigenen Angaben zufolge am Wochenende eine Wasserstoffbombe getestet. In Reaktion darauf drohten die USA Nordkorea mit einer massiven militärischen Antwort, falls die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten bedroht werden sollten.

Daneben blieben mangels wichtiger Daten und des Feiertags in den USA nennenswerte Impulse dünn gesät. Die Anleger warteten bereits heute auf die am Donnerstag stattfindende Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB).

In Wien waren FACC-Aktien mit plus 3,41 Prozent auf 10,60 Euro der größte Kursgewinner. Der Flugzeugzulieferer hat einen Großauftrag im Wert von 500 Millionen Euro von Airbus an Land gezogen. Das Unternehmen ist Technologiepartner bei der "Airspace"-Kabine des neuen A-320 und entwickelt die Gepäckablagen und Deckenpaneele. Ende 2018 soll die Serienproduktion starten.

Andritz -Papiere konnten dagegen nicht von einem neuen Auftrag des Anlagenbauers profitieren. Der Konzern liefert zwei Pumpturbinen an das neue Pumpspeicherkraftwerk Fengning in der chinesischen Provinz Hebei. Der Auftrag hat ein Volumen von knapp 70 Millionen Euro. Die Papiere gaben dennoch 0,12 Prozent auf 46,05 Euro ab.

Größter Kursverlierer waren Raiffeisen mit minus 2,30 Prozent. Unter den weiteren Indexschwergewichten zogen die Abschläge in Voestalpine (minus 1,04 Prozent), Buwog (minus 1,29 Prozent) und Immofinanz (minus 0,87 Prozent) das Wiener Börsenbarometer in den roten Bereich.

An diesem Dienstag stehen die Erstquartalsergebnisse des Vorarlberger Leuchtenherstellers Zumtobel auf dem Programm. Im Vorfeld zogen die Aktien um 0,70 Prozent auf 15,00 Euro nach oben.