Aktien Wien Schluss: Verbund und Palfinger nach Zahlen schwach

dpa-AFX

WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Donnerstag etwas höher geschlossen. Der ATX stieg um 11,24 Punkte oder 0,35 Prozent auf 3254,34 Einheiten.

In einem verhaltenen europäischen Börsenumfeld legte der Leitindex ebenfalls keine großen Sprünge hin. Als Belastungsfaktor wurde von Analysten vor allem der starke Euro genannt. Die Gemeinschaftswährung war zwischenzeitlich bis auf 1,1777 Dollar und damit den höchsten Stand seit Anfang 2015 gestiegen. In einer Einschätzung der Helaba wurde dies damit begründet, dass die US-Notenbank bei der Inflationsentwicklung etwas pessimistischer geworden sei und somit das Signal für eine baldige Zinserhöhung gefehlt habe. Am Nachmittag entspannte sich die Situation am Devisenmarkt jedoch wieder etwas, der Euro notierte zuletzt bei 1,1659 Dollar.

In Wien lieferte unterdessen die Berichtssaison einige Impulse für den Handel. So rutschten die Aktien des Verbund (minus 4,20 Prozent auf 16,53 Euro) neuerlich ans ATX-Ende, nachdem sie bereits am Vortag als schwächster Wert im Leitindex aus dem Handel gegangen waren. Der Stromkonzern hat im ersten Halbjahr Umsatz und Gewinn konstant gehalten, allerdings blieben einige Ergebniszahlen unter den Erwartungen zurück.

Palfinger -Aktien beendeten den Handelstag nach anfänglichen Kursgewinnen ebenfalls deutlich tiefer und verloren 1,32 Prozent auf 39,70 Euro. Der Salzburger Kranhersteller hat im ersten Halbjahr 2017 seinen Umsatz um 13,2 Prozent auf den neuen Rekordwert von 753,8 Millionen Euro gesteigert, unterm Strich mit 38,6 Millionen Euro aber um 2,8 Prozent weniger verdient als in der ersten Jahreshälfte 2016.

AT&S-Titel verloren nach ihrem jüngsten Höhenflug 0,35 Prozent auf 11,38 Euro. Der steirische Leiterplattenhersteller hat im ersten Geschäftsquartal ein Umsatzplus von 11,6 Prozent auf 199,6 Millionen Euro erzielt. Unterm Strich standen allerdings nach wie vor roten Zahlen, wobei der Konzernverlust von 13,6 auf 11,2 Millionen Euro sank.

Sehr fest notierten hingegen die Aktien der Telekom Austria , die um 1,85 Prozent auf 7,50 Euro zulegten und somit Tagessieger im ATX waren. Die Analysten der Credit Suisse haben ihr Kursziel von 7,29 Euro auf 7,50 Euro angehoben. Zudem bestätigten sie ihre Anlageempfehlung "Outperform".