Aktien Wien Schluss: Starke internationale Börsenstimmung treibt

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WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Donnerstag eine starke Handelssitzung absolviert. Beflügelt hatte am Berichtstag eine klar positive internationale Börsenstimmung. Im Fokus stand der weiterhin unklare Ausgang der US-Präsidentschaftswahl. Mittlerweile hat der Demokrat Joe Biden nach dem Gewinn wichtiger Bundesstaaten gute Chancen auf einen Erfolg bei der Wahl. Für den Senat gilt aber eine weiterhin republikanische Mehrheit als wahrscheinlicher.

Der heimische Leitindex ATX legte um 1,37 Prozent auf 2175,83 Punkte zu. Der breiter gefasste ATX Prime gewann im selben Ausmaß um 1,37 Prozent auf 1112,38 Zähler. Am Markt rückten in der laufenden Berichtssaison auf Unternehmensebene Andritz, Verbund und Wienerberger mit vorgelegten Quartalszahlen ins Blickfeld der Akteure.

Der Verbund hat in den ersten drei Quartalen trotz coronabedingt niedrigerer Stromnachfrage und geringerer Wasserführung mehr Gewinn erzielt. Zudem wurde der Ausblick für das Gesamtjahr etwas angehoben. Die Verbund-Anteilsscheine reagierten mit einem satten Zuwachs von 4,5 Prozent.

Andritz-Papiere steigerten sich nach Ergebnisvorlage um 0,6 Prozent. Der steirische Anlagenbauer hat in der Coronapandemie gut verdient. Der Umsatz stieg leicht, der Gewinn verdreifachte sich in den ersten drei Quartalen des Jahres. Der Auftragseingang markierte den zweithöchsten jemals erreichten Wert für die ersten drei Quartale eines Jahres.

Mit einem unerwartet gut verlaufenen dritten Quartal hat der weltgrößte Ziegelproduzent Wienerberger in den ersten neun Monaten trotz Coronakrise besser abgeschnitten als von den Analysten prognostiziert. Die Wienerberger-Titel bauten ein Plus von 2,4 Prozent.

Polytec verbesserten sich vor der am morgigen Freitag anstehenden Ergebnispräsentation um starke 2,7 Prozent. Der oberösterreichische Autozulieferer dürfte aber im dritten Geschäftszahl wegen der Coronakrise erneut einen klaren Umsatzrückgang verzeichnet haben und möglicherweise sogar in die roten Zahlen gerutscht sein.

AMAG schlossen nach einer neuen Expertenmeinung mit minus 0,8 Prozent auf 25,10 Euro. Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) haben ihre Kursziel für die Aktie des Aluminiumkonzern leicht von 27,0 auf 26,5 Euro nach unten revidiert. Die "Hold"-Empfehlung wurde gleichzeitig unverändert belassen.

Auffällige Kursbewegungen absolvierten Rosenbauer (plus 13,4 Prozent), UBM Development (plus 6,8 Prozent) und Zumtobel (plus 7,4 Prozent).

Addiko Bank verteuerten sich um weitere 3,8 Prozent. Bereits am Vortag waren die Titel der Bank nach Zahlenpräsentation um fast neun Prozent hochgesprungen.