Aktien Wien Schluss: Sorgen um Omikron-Variante belasten

·Lesedauer: 2 Min.

WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Montag mit klaren Verlusten geschlossen. Vor allem die Sorgen rund um die rasche Ausbreitung der Corona-Variante Omikron in Europa lasten derzeit auf der Marktstimmung. Auch andernorts in Europa gab es zum Wochenauftakt deutliche Abschläge an den Börsen. Impulse von Konjunkturdatenveröffentlichungen blieben am Montag hingegen aus.

Der heimische Leitindex ATX schloss mit einem deutlichen Minus von 1,40 Prozent auf 3720,08 Punkte. Auch für den breiter gefasste ATX Prime ging es um 1,33 Prozent auf 1867,26 Einheiten nach unten. Auch für den Dax in Frankfurt und den Euro-Stoxx-50 gab es zum Wochenauftakt klare Kursabschläge.

Weiterhin breitet sich Omikron in Europa rasch aus, was vielen Anlegern Sorgen vor neuerlichen Lockdown-Maßnahmen bereitet. In den Niederlanden und in Dänemark wurde das öffentliche Leben vor Weihnachten bereits wieder heruntergefahren um die Ausbreitung der wohl ansteckenderen Corona-Variante einzudämmen. Hierzulande gelten seit dem heutigen Montag strengere Einreisebestimmungen.

Für die Wirtschaft wären neue Lockdowns wohl eine weitere starke Belastung. Laut Marktexperten könnte ein neuerlicher Stillstand der Wirtschaft die Wachstums- und Gewinneinschätzungen für das kommende Jahr sinken lassen. Die heute erfolgte bedingte Zulassung der Corona-Impfstoffs von US-Herstellers Novavax in der EU, bewegte die Märkte nicht sonderlich. Zu dominant dürften die Befürchtung einer neuen starken Corona-Welle sein.

Ein weiterer Belastungsfaktor ist das zumindest zwischenzeitliche Scheitern des billionenschweren Klima- und Sozialpakets in den USA - einem innenpolitischen Kernvorhaben des US-Präsidenten Joe Biden. Der demokratische Senator Joe Manchin kündigte an, dem Paket nicht zustimmen zu wollen.

Von Konjunkturdatenseite folgten zum Wochenauftakt keine entscheidenden Impulse. So stand am Nachmittag lediglich der Sammelindex einiger wirtschaftlicher Frühindikatoren in den USA an. Diesem zufolge haben sich die konjunkturellen Aussichten in den USA im November etwas stärker als erwartet verbessert.

Am heimischen Börsenparkett blieb die Meldungslage am Montag recht dünn. Zu den stärksten Verlierern gehörten die Aktien des Ölriesen OMV mit minus 2,4 Prozent. Das Unternehmen kündigte an, seine geplante ReOil-Anlage Anfang übernächsten Jahres in Betrieb zu nehmen. Mithilfe der Anlage will die OMV Kunststoffe in synthetischen Rohstoff für die Petrochemie umwandeln.

Klare Abgaben verbuchten im ATX Prime auch die Titel von Mayr-Melnhof Karton (minus 4,1 Prozent), voestalpine (minus 3,0 Prozent) und Do & Co (minus 3,5 Prozent). Zu den wenigen Gewinnern zählten die beiden Versorgerwerte Verbund (plus 2,2 Prozent) und EVN (plus 1,3 Prozent).

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.