Aktien Wien Schluss: Siebter Plustag in acht Sitzungen

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WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Mittwoch gut behauptet geschlossen. Der Leitindex ATX verbuchte einen weiteren Zuwachs, aber in sehr moderater Höhe von 0,01 Prozent auf 2999,85 Punkte. Im Verlauf trübte eine verhaltene Tendenz an der Wall Street auch in Europa etwas die Anlegerstimmung und der ATX war vorübergehend ins Minus gerutscht.

Im Späthandel wechselte er aber wieder das Vorzeichen. Nach den Vortagesverlusten wurde damit der Aufwärtstrend wieder leicht aufgenommen und der ATX absolvierte bereits seinen siebenten Gewinntag in acht Börsensitzungen.

In Wien standen die BAWAG-Titel mit einem Plus von 3,7 Prozent auf 42,40 Euro in der Gunst der Anleger weit oben. Die Analysten der Credit Suisse haben ihr Kursziel für die Aktien der Bank von 45 auf 47 Euro erhöht. Die Anlageempfehlung "Outperform" wurde zudem bekräftigt, nachdem die BAWAG am Dienstag ein überzeugendes Zahlenwerk geliefert hatte.

Mit einer Zahlenvorlage rückte die Telekom Austria ins Blickfeld der Akteure. Die Aktie des Telekomkonzerns reagierte mit einem klaren Plus von 3,6 Prozent. Der teilstaatliche Telekomkonzern konnte im Jahr 2020 bei stagnierendem Umsatz das Ergebnis leicht steigern. Für heuer wird ein Umsatzplus von einem Prozent angestrebt.

Die Papiere der voestalpine kletterten 1,8 Prozent auf 31,80 Euro hoch. Hier wurden zwei Expertenmeinungen publik. Die Analysten der Deutschen Bank haben sowohl ihr Kursziel von 31,00 Euro als auch das Anlagevotum "Hold" für die Aktie nach der jüngsten Zahlenvorlage des Unternehmens unverändert belassen. Die Credit Suisse revidierte hingegen ihr Kursziel für die Aktien des oberösterreichischen Stahl-und Technologiekonzerns von 29 auf 31 Euro nach oben. Zudem wurde die Anlageempfehlung "Neutral" bestätigt.

Die Strabag-Anteilsscheine schlossen mit minus 0,3 Prozent. Der Baukonzern hat voriges Jahr trotz der Coronakrise das hohe Auftragsniveau gehalten und erwartet, dass das Betriebsergebnis und die Ebit-Marge 2020 höher ausgefallen sind als 2019. Der Leistungsrückgang war mit 7 Prozent auf 15,4 Milliarden Euro etwas geringer als vom Unternehmen erwartet, in diesem Jahr soll es hier wieder einen Anstieg geben.

Palfinger verbuchten ein Plus von 0,8 Prozent. Der Salzburger Kranarmhersteller meldete die Übernahme der katalonische Firma Equipdraulic und will damit seine Position auf der iberischen Halbinsel sowie vor allem im industriestarken Katalonien stärken. Im Vorjahr erzielte das spanische Unternehmen einen Umsatz von knapp fünf Millionen Euro.

Kursverluste von mindestens zwei Prozent mussten Do&Co, FACC und Rosenbauer hinnehmen. Unter den Schwergewichten gaben OMV um 0,8 Prozent nach und Erste Group verbilligten sich um 0,6 Prozent.