Aktien Wien Schluss: Semperit erneut stark nachgefragt

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WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Dienstag mit moderaten Gewinnen geschlossen. Der österreichische Leitindex ATX stieg um 0,38 Prozent auf 3176,99 Zähler. Der ATX Prime gewann 0,39 Prozent auf 11613,03 Punkte hinzu.

Konjunkturdaten aus der Eurozone und den Vereinigten Staaten fielen am

Handelstag gemischt aus. Während einerseits eine Umfrage aus Deutschland des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) auf optimistische Anleger hinwies, die eine Aufhellung der wirtschaftlichen Situation in Deutschland sehen, fielen Industriedaten und Zahlen aus dem Einzelhandel in den USA schwächer aus als erwartet.

Bezogen auf den weiteren Wochenverlauf dürfte die zweitägige Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve, die am Mittwoch geschlossen wird, im Mittelpunkt stehen. Ökonomen erwarten trotz der gestiegenen Marktzinsen keine neuen Entscheidungen. Sowohl bei den Leitzinsen als auch bei den Anleihekäufen sollte es also keine Änderungen geben.

Mit Blick auf den österreichischen Aktienmarkt richteten sich die Blicke unter anderem auf Mayr-Melnhof, nachdem der Kartonhersteller seine Jahreszahlen für 2020 ausgewiesen hatte. Der Jahresüberschuss sank dabei um 14,7 Prozent auf 162,2 Millionen Euro, allerdings sprachen die Experten der Erste Group von einem "positiven" Ergebnis. Das Wertpapier gab am um 1,2 Prozent nach.

Die Analysten der Berenberg haben indes ihre Gewinnprognosen für die Aktien der Österreichischen Post etwas reduziert. Die Verkaufsempfehlung "Sell" blieb in der Studie des Experten Conor Dwyer allerdings ebenso unverändert wie das Kursziel von 22,50 Euro. Das Papier schloss prozentuell unverändert bei 35,25 Euro.

Die Wertpapierexperten der Baader äußerten sich indes zur Andritz, für die sie die operativen Gewinnprognosen etwas erhöht hatten. Das Kursziel von 50 Euro je Titel und das Kaufvotum "Buy" blieben in der Studie unverändert. Die Aktien fielen um 1,3 Prozent auf 39,20 Euro.

Für die Anteile von Semperit ging es erneut stark nach oben und zwar um 6,9 Prozent auf 32,65 Euro. Nach der Meldung am Vortag, wonach der Gummi-Konzern für 2021 mit einem deutlich höheren Ergebnis als noch im Vorjahr rechne und welche im Anschluss zu einem Kurssprung der Aktie (plus 13,6 Prozent) führte, war nun eine Analystenstimme der Baader vordergründig. Die Experten bestätigten ihr "Buy"-Votum für die Anteilsscheine bei einem Kursziel von 35 Euro je Titel. Sie blieben zudem weiter auf der "Top Picks"-Liste.

Gut gesucht waren zudem die Aktien der s Immo, die sich um drei Prozent steigerten. Die Immofinanz will ihren Branchenkollegen übernehmen, war am Vortag bekannt gegeben worden und beflügelte nach wie vor die Wertpapiere des Unternehmens.

Do&Co gewannen 1,1 Prozent. Nicht mehr der heimische Caterer, sondern das Unternehmen von Josef Donhauser, die Gastronomiegruppe DoN, wird künftig den Service für die exklusiven Passagierlounges des Flughafen Wien liefern. Belastet hatte dies die Titel heute wohl nur geringfügig.