Aktien Wien Schluss: Omikron-Sorgen trüben Stimmung ein

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WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat den Handel am Freitag mit Abschlägen beendet. Der heimische Leitindex ATX büßte 0,49 Prozent auf 3772,92 Zähler ein, der breiter gefasste ATX Prime fiel um 0,51 Prozent auf 1892,51 Einheiten. Nach einem volatilen Vormittagsgeschäft war das wichtigste heimische Aktienbarometer ins Minus gerutscht und hatte in Folge die Kursverluste ausgebaut.

Im Mittelpunkt des heutigen Handelsgeschehens stand der große Verfallstag, an dem an den Terminbörsen Futures und Optionen auf Indizes und einzelne Aktien auslaufen. Der ATX-Verfall zu Mittag bewirkte eine leichte Erholung beim heimischen Leitindex, in der Auktion sorgte der Verfall dann noch einmal für eine kleine Kursbewegung nach oben.

Eingetrübt wurde die Stimmung durch schwächelnde deutsche Konjunkturdaten. Das Ifo-Geschäftsklima, Deutschlands wichtigstes Konjunkturbarometer, fiel gegenüber dem Vormonat um 1,9 Punkte auf 94,7 Zähler, Analysten hatten im Schnitt mit einem moderateren Rückgang auf 95,3 Punkte gerechnet.

Aber auch die ansteckendere Corona-Mutation Omikron sorgt für steigende Verunsicherung unter den Anlegern. Dazu kommen Sorgen angesichts der hohen Inflation und dem Ende der lockeren Geldpolitik. Die EZB beließ die Leitzinssätze zwar unverändert, die US-Notenbank signalisierte zuletzt aber drei Zinserhöhungen im kommenden Jahr und die Bank von England hat am Donnerstag als erste der großen Zentralbanken weltweit die Zinsen seit Ausbruch der Coronapandemie erhöht.

Die Nachrichtenlage blieb zum Wochenausklang mager - am Nachmittag gab es Neuigkeiten zu Mayr-Melnhof. Der Kartonhersteller übernimmt die schwedische Sägewerksgruppe Bergkvist Siljan von ESSVP IV. Der Jahresumsatz von Mayr-Melnhof dürfte damit erstmals seit der Gründung vor 170 Jahren über eine Milliarden Euro steigen, teilte das Unternehmen mit. Die Aktien reagierten mit einem Abschlag von 1,32 Prozent.

OMV mussten einen Kursverlust von 1,00 Prozent hinnehmen. Der Mineralölkonzern hat seine Anteile am norwegischen Ölfeld Wisting abgestoßen. Der angekündigte Verkauf seines Viertelanteils an das nordische Öl- und Gasunternehmen Lundin Energy AB wurde per heute, Freitag, abgeschlossen.

Die Erste Group hat ihre Anlageempfehlung "Buy" und das Kursziel von 1,75 Euro für die Aktien von Warimpex bestätigt. Die Titel schlossen unverändert bei 1,14 Euro. Rosenbauer gingen nach einer Analystenstimme um 0,43 Prozent tiefer auf 45,80 Euro aus dem Handel. Die Baader Bank hat das Kursziel von 52 Euro und die Anlageempfehlung "Add" bestätigt.

Mit Blick auf die Branchentafel mussten Versorger Federn lassen. EVN büßten 3,97 Prozent ein und waren damit das Schlusslicht am Kurszettel. Verbund mussten ein Minus von 2,06 Prozent hinnehmen. Aber auch Aktien mit Bezug zur Luftfahrt befanden sich zum Wochenausklang im Sinkflug. Airline-Caterer Do&Co fielen um 2,30 Prozent, Frequentis verloren 1,87 Prozent, bei FACC ging es um 1,76 Prozent bergab und Flughafen Wien rutschten um 1,51 Prozent nach unten.

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