Aktien Wien Schluss: Neunter Minustag in zehn Sitzungen

WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Mittwoch etwas schwächer geschlossen. Der ATX fiel um 11,06 Punkte oder 0,39 Prozent auf 2798,52 Einheiten. Nach dem leichten Erholungsschritt am Dienstag nahm der österreichische Aktienmarkt zur Wochenmitte die Abwärtsbewegung wieder auf. Der ATX verbuchte damit bereits den neunten Verlusttag in zehn Börsensitzungen.

International steht unverändert die Ausbreitung des Coronavirus im Fokus und schürt Sorgen vor beachtlichen wirtschaftlichen Beeinträchtigungen. In China hinterlässt die Epidemie des Coronavirus bereits tiefe Spuren in der Wirtschaft: Der Caixin-Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen halbierte sich im Februar fast und brach auf ein Rekordtief ein. Auch der Automarkt in China zeigte herbe Rückgänge.

In Wien rutschte die Bawag mit einem Minus von 3,6 Prozent ans untere Ende der Kursliste. Eine etwas positivere Analystenmeinung konnte hier nicht unterstützen. OMV-Anteilsscheine büßten 2,4 Prozent an Kurswert ein. Unter den weiteren Schwergewichten fielen Erste Group um 0,9 Prozent und Wienerberger bauten ein Minus in Höhe von 0,8 Prozent.

EVN-Anteilsscheine zogen hingegen zwei Prozent hoch. Die Wiener Stadtwerke wollen laut einem Bericht der Finanznachrichtenagentur Bloomberg dem deutschen Energiekonzern EnBW seinen 29-Prozent-Anteil an dem niederösterreichischen Energieversorger abkaufen. Die Aktien vom Branchenkollegen Verbund kletterten sogar 3,9 Prozent hoch. Voestalpine legten um 0,6 Prozent zu.

Andritz-Aktien büßten nach Vorlage von Ergebnissen dagegen 0,5 Prozent ein. Die laufende Restrukturierung bei der Konzern-Tochter Schuler hat den Gewinn des Anlagenbauers 2019 deutlich belastet. Unterm Strich blieben 127,8 Millionen Euro und damit 42,4 Prozent weniger übrig als im Jahr 2018. An Aufträgen mangelte es dem Unternehmen dagegen nicht, auch die Umsätze legten im Vorjahr zu.

Die halbjährliche Überprüfung des österreichischen Leitindex hat eine Änderung in der Zusammensetzung des ATX ergeben: Die Aktie von Mayr-Melnhof ersetzt ab dem 23. März den oberösterreichischen Flugzeugzulieferer FACC im ATX. Im ATX five, der die fünf größten börsennotierten Unternehmen zusammenfasst, ersetzt die Bawag die Voestalpine, hatte die Wiener Börse am Dienstagabend mitgeteilt. Die Titel von Mayr-Melnhof reagierten mit plus 1,6 Prozent. Bei FACC gab es ein klares Plus von 2,9 Prozent.