Aktien Wien Schluss: Leichte Kursverluste - FACC-Aktie weiter auf Höhenflug

dpa-AFX

WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Dienstag leicht im Minus geschlossen. Der ATX fiel um 0,11 Prozent auf 3386,02 Punkte. Das europäische Börsenumfeld präsentierte sich ebenfalls verhalten. Marktbeobachter verwiesen auf eine gewisse Zurückhaltung vor der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag. Die Notenbank dürfte die Reduktion ihrer milliardenschweren Anleihekäufe mit Jahresbeginn bekanntgeben. Unterdessen ist am Vormittag bekannt geworden, dass sich die Unternehmensstimmung im Euroraum im Oktober etwas eingetrübt hatte, aber weiterhin auf hohem Niveau bleibt.

Bei den Einzelwerten in Wien knüpften FACC-Aktien mit plus 5,71 auf 15,92 Euro an ihre jüngsten Kursgewinne an. Die Titel des Luftfahrtzulieferers waren den bereits vierten Handelstag in Folge die größten Kursgewinner. Seit vergangenem Dezember hat sich der Börsenwert des oberösterreichischen Unternehmens verdreifacht.

Weiter aufwärts ging es außerdem für AT&S, die 1,46 Prozent auf 18,04 Euro zulegten. Noch im Mai diesen Jahres sind die Titel des Halbleiterunternehmens bei knapp über 9,10 Euro gehandelt worden. Nach einer Prognoseerhöhung Anfang Oktober ging es dann steil nach oben.

Deutlich schwächer zeigten sich hingegen RHI mit einem Minus von 1,38 Prozent auf 37,27 Euro. Im Zuge der Fusion mit dem brasilianischen Unternehmen Magnesita wird die Aktie am Mittwoch das letzte Mal im prime market der Wiener Börse gehandelt. Die Titel des Gemeinschaftsunternehmens werden in London hauptnotiert sein, in Wien wird die Aktie künftig im Dritten Markt gehandelt werden.

Vollständig von der Wiener Börse verabschieden werden sich hingegen die Titel der conwert. Der Ende August im Zuge der Übernahme durch die deutsche Vonovia beschlossene Squeeze-out wird am Mittwoch wirksam. Gleichzeitig erfolgt das Delisting von der Wiener Börse. Ihren letzten Handelstag beendete die conwert-Aktie um 2,06 Prozent höher bei 18,37 Euro.

Ihren ersten Handelstag absolvieren werden die am Mittwoch die Anteilsscheine der Bawag. Für sie zeichnet sich ein Ausgabepreis von 48 Euro ab. Die begleitenden Banken teilten großen Investoren am Dienstag mit, Gebote, die darunter lägen, könnten aller Voraussicht nach nicht berücksichtigt werden. Mit dieser Formel deuten die Investmentbanker in der Regel den Preis an, auf den es hinausläuft. Er liegt nahe dem unteren Ende der Preisspanne von 47 bis 52 Euro.

Bevor sich die Blicke der Anleger am Mittwoch aber auf die Bawag richten, dürfte am Abend noch der Telekom Austria und ihren Quartalsergebnissen Aufmerksamkeit zuteilwerden. Analysten erwarten für das dritte Jahresviertel ein kleines Umsatzplus und Rückgänge bei den wichtigsten Ergebniskennzahlen. Die Zahlen werden noch am Abend veröffentlicht. Im Vorfeld hat die Telekom-Aktie 1,20 Prozent auf 7,76 Euro verloren und damit zu den größten Verlierern im ATX gehört.