Aktien Wien Schluss: Kursverluste - Aktien von Andritz und Porr sehr schwach

WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Mittwoch etwas schwächer geschlossen. Der heimische Leitindex ATX <AT0000999982> fiel um 0,26 Prozent auf 3183,49 Punkte. In einem mehrheitlich positiven europäischen Börsenumfeld musste der ATX einen Minustag verbuchen. International galten die Hoffnungen auf einen baldigen Abschluss eines Teilabkommens im Handelsstreit zwischen den USA und China als Unterstützungsfaktor.

In Wien zogen die Aktien von Andritz <AT0000730007> und Porr mit Kursverlusten von 6,5 beziehungsweise 4,8 Prozent die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich. Der steirische Anlagenbauer und Technologiekonzern Andritz erwartet im kommenden Jahr kein Gewinnplus. Beim operativen Ergebnis vor außerordentlichen Effekten (Ebita) werde "trotz des steigenden Umsatzes aber nur ein Betrag in ähnlicher Größenordnung wie 2019 erwartet", teilte der Konzern mit.

Bereits zum Wochenstart sind die Titel des Baukonzerns Porr nach einer Gewinnwarnung für das laufende Geschäftsjahr um fast 17 Prozent eingebrochen. An diesem Donnerstag wird die Porr Ergebnisse für das 3. Quartal vorlegen, nachdem am Montag bereits erste Zahlen für die Monate Januar bis September veröffentlicht wurden.

Die Vienna Insurance Group <AT0000908504> (VIG) rückte mit vorgelegten Zahlen ins Blickfeld. Der Versicherungskonzern konnte in den ersten drei Quartalen den Konzerngewinn im Vergleich zum Vorjahr um fast zehn Prozent steigern. Die VIG-Aktie schloss mit einem Zuwachs von 2,6 Prozent.

Erneut schwach notierte die Schoeller-Bleckmann-Aktie (SBO) mit minus 1,9 Prozent. Bereits am Vortag waren die Anteilsscheine des niederösterreichischen Ölfeldausrüsters um mehr als fünf Prozent abgesackt. SBO wird auch am Donnerstag Geschäftsergebnisse präsentieren. Von der APA befragte Analysten erwarten für die anstehenden Drittquartalszahlen einen deutlichen Einbruch des operativen Gewinns sowie des Nettoergebnisses.

Zulegen konnten zur Wochenmitte die schwergewichteten Banken Erste Group <AT0000652011> (plus 0,7 Prozent) und Raiffeisen Bank International <AT0000606306> (plus 0,8 Prozent). Bei der Bawag <AT0000BAWAG2> gab es hingegen ein klares Minus von 3,3 Prozent zu sehen.